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Wie viel Subaru steckt im Elektro-Outback?
Die Allradmarke Subaru setzt voll auf Elektro – und nimmt dafür auch eine vorübergehende Verkaufsflaute in Kauf. Doch mit endlich wieder mehr Power soll auch die treue Fanbase zum Wechsel motiviert werden. Was auf die Subaru-Kundschaft zukommt, zeigt eine erste Testfahrt im neuen E-Outback.
Die rosigen Zeiten der japanischen Allradmarke Subaru sind eine Weile her. Mit der Schweizer Ski-Legende Bernhard Russi als Botschafter und den sportlichen STI-Modellen ritt der Hersteller in den 1990er und 2000er Jahren auf der Erfolgswelle. Obwohl Subaru zu den kleinen Marken gehörte und ein eher überschaubares Modellangebot hatte, erzielte die Marke überdurchschnittliche Absatzzahlen.
Damals profitierten die Japaner davon, dass die grossen Hersteller noch nicht alle Nischen besetzt hatten. Allrad war ein Alleinstellungsmerkmal und machte Subaru in Schweizer Bergregionen zur ersten Wahl. Der Legacy Outback war 1995 der erste Crossover, und der Forester begründete 1997 zusammen mit Toyota RAV4 und Land Rover Freelander das Segment der SUV.
Doch gute Ideen finden immer Nachahmer. Die Konkurrenz wuchs und auch die CO₂-Vorgaben drückten die Absatzzahlen der Allradmarke. Zuletzt verkaufte Subaru so wenig Autos, dass Experten spekulierten, die Tage der Kultmarke in Europa seien gezählt. Doch dieses Jahr meldet sich Subaru mit drei Elektromodellen zurück. Europasprecher David Dello Stritto sagt: «Das ist ein Bekenntnis zu Europa.» Und ergänzt: «Wir haben hier immer noch eine grosse Fanbase.»
Der Toyota von Subaru
Für die beliebtesten Modelle gibt es nun elektrische Pendants. Der Crosstrek fährt als Uncharted elektrisch, der Elektro-Forester heisst Solterra und aus dem Outback wird der E-Outback. Diese Elektrooffensive verdankt Subaru der Partnerschaft mit Toyota. Alle drei Stromer stehen auf der Plattform des bZ4X, und haben ein Schwestermodell bei der Partnermarke. Allerdings war der Toyota nicht immer der Erstgeborene.
Subaru wollte seinen Bestseller Outback ins Elektrozeitalter überführen und entwarf eine längere und geräumigere Version des Solterra. Toyota gefiel die Idee und nahm sie als bZ4X Touring ins Angebot auf. Die Produktion für beide Marken erfolgt im Subaru-Stammwerk im japanischen Gunma.
Wieder mehr Power
Nun stellt sich die Frage, wie offen die eher traditionelle Subaru-Fanbase gegenüber der Elektromobilität ist. Doch hier zeigt sich der Schweizer Subaru-Chef Pascal Meyer zuversichtlich. «Die neuen Modelle haben wieder Power! Die fehlte den Mild-Hybrid-Boxermotoren nach ihrem Downsizing als Folge der CO₂-Vorschriften.»
Neben der zusätzlichen Power und dem neuen Treibstoff sollen die E-Subarus echte «Subis» bleiben. Entsprechend sind weiterhin alle vier Räder jederzeit angetrieben, aber jetzt elektronisch optimal und einzeln angesteuert. Weiter soll die Batterie im Unterboden die gleichen Vorteile wie bisher der flache Boxer-Motor bieten. Sprich – ein tiefer Schwerpunkt soll für eine gute Strassenlage sorgen.
So fährt der E-Outback
Davon darf sich STREETLIFE bei einer Fahrt auf einem Testgelände im neuen E-Outback überzeugen. Schon auf den ersten Metern spürt man, wie der Crossover satt auf der Strasse liegt. Trotzdem gibt das gut abgestimmte Fahrwerk Unebenheiten nicht an die Insassen weiter. Auf der Teststrecke beschleunigen wir bis auf Autobahntempo und fahren eine Kurve. Der E-Outback hält die Spur, ohne dass man am Steuer korrigieren müsste. Später fahren wir über Pflastersteine und Tramgleise. Auch hier bleibt der Subaru in der Spur und macht genau, was wir am Steuer wollen.
Der E-Outback ist die siebte Auflage des beliebten Gelände-Kombis, und natürlich muss auch er sich im Gelände bewähren. Also verlassen wir die Strasse. Der Subaru pflügt durch den Sand und kraxelt steile Hänge so agil hoch, als wären wir immer noch auf der Strasse. Selbst im steilen Hang anhalten und anfahren ist kein Problem. In Senken, wo zwei der vier Räder in der Luft schweben, beweist die Karosserie ihre Steifigkeit, während der Allradantrieb für den Vortrieb sorgt.
Das Fazit
Subaru ist überzeugt, mit der Elektrooffensive für die Zukunft gerüstet zu sein, wenn die CO₂-Vorschriften ab 2030 strenger werden – auch wenn andere Marken aktuell wieder mehr auf Verbrenner setzen. Mit dem E-Outback darf die japanische Allradmarke optimistisch sein. Er ist nicht nur ein souveränes Flaggschiff, sondern bleibt auch als Stromer ein echter Subaru. Platz, Vielseitigkeit, Komfort und dank 375 PS auch wieder Sportlichkeit zeichnen den Crossover aus. Er startet in der Schweiz im Juli mit bis zu 526 Kilometern Reichweite und kostet ab 48'500 Franken.
Subaru E-Outback: Fakten
- Motor: 2 E-Motoren 224 PS (167 kW) + 224 PS (167 kW) = 375 PS (280 kW), 268 + 268 Nm@1/min
- Batterie: 74.4 kWh = 526 km
- Antrieb: 1-Gang-Automatik, 4x4
- Fahrleistung: 0-100 km/h 4,5 s, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
- Masse: Länge/Breite/Höhe: 4,85 m / 1,86 m / 1,68 m
- Laderaum: Kofferraum 633-1718 l
- Preis: ab 48'500 Fr.
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