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Hund im Auto – diese Fragen stellen sich alle Halter
Wie lange darf man seinen Hund im Auto lassen und wie gross muss eine Transportbox wirklich sein? STREETLIFE beleuchtet die wichtigsten Gesetze in der Schweiz zum Thema Hund im Auto.
Von maximal 5 Minuten, um rasch etwas einzukaufen, bis mehrere Stunden, weil der Hund nicht alleine zuhause sein kann: Im Netz kursieren die verschiedensten Gerüchte und Meinungen, wie lange man ein Hund im Auto lassen kann.
Aufenthalt im Auto: Diese Regeln gelten in der Schweiz
Doch was sagt das Gesetz? Das zuständige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV ordnet ein: «Eine fixe Maximaldauer, wie lange ein Hund im Auto bleiben darf, ist gesetzlich nicht festgelegt. Trotzdem gilt: Hunde dürfen nicht regelmässig über längere Zeit im Auto untergebracht werden, etwa während der Arbeitszeit des Besitzers.»
Wie lange ein Aufenthalt im Auto im Einzelfall zumutbar ist, hängt laut BLV stark vom Kontext ab. Entscheidend seien etwa die Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Schatten oder Frischluft. Auch das Wesen des Hundes kann die Dauer des Aufenthalts im Auto beeinflussen: «Ruhepausen im Auto können bei hundesportlichen oder anderen Aktivitäten durchaus sinnvoll sein», nennt das BLV als Beispiel.
Nicht nur im Sommer wird es heikel
Eine der grössten Gefahren für Hunde ist Hitze im Auto. Bereits bei milden Frühlingstemperaturen ist Vorsicht geboten. Genau deshalb gilt: Augen auf, sobald die Sonne scheint. Ab welchen Temperaturen es kritisch wird und wie schnell sich das Auto wirklich aufheizen kann, erfährst du in diesem STREETLIFE-Artikel.
Viele Hundebesitzerinnen und -besitzer setzen auch auf Alunetze als mobilen Sonnenschutz. Diese sorgen dafür, dass sich das Auto nicht so schnell aufheizt, wenn Schattenplätze rar sind.

Klimatisierung im E-Auto: Achtung vor diesen Stolpersteinen
Wer ein E-Auto mit Standklimatisierung fährt, hat zusätzlich einen Vorteil. Doch hier gilt es zu beachten: Manche Systeme laufen nur für eine bestimmte Zeit und müssen danach manuell erneut aktiviert werden. Wer sich darauf verlässt, sollte also vorab genau prüfen, wie das eigene Fahrzeug funktioniert.
Laut einem ADAC-Test spielt es zudem eine grosse Rolle, ob der Hund im klimatisierten Auto direkt von der Sonnenstrahlung getroffen wird: Dies gilt es zu vermeiden, da die Temperatur an diesen Stellen höher sein können. Ebenfalls wichtig ist, dass die Luftdrüsen gut eingestellt sind. Dies sollte ebenfalls vorab geprüft werden.
Zudem empfiehlt es sich, einen Hinweis zu platzieren, dass das Fahrzeug klimatisiert wird. So verhindert man, dass besorgte Passanten die Polizei rufen oder gar die Scheibe einschlagen.
Genug Platz ist Pflicht
Auch bei der Transportbox herrscht oft Unsicherheit. Gesetzlich geregelt ist Folgendes: Eine Box muss aus gesundheitsunschädlichem Material bestehen und so gebaut sein, dass die Verletzungsgefahr möglichst klein ist.
Vor allem aber muss der Hund darin genug Platz haben. In der Transportbox beziehungsweise im Autoabteil muss er in normaler Körperhaltung stehen, sitzen und bequem liegen können. Gemeint ist mindestens die sogenannte Sternallage (Bauchlage mit untergeschobenen Gliedmassen), idealerweise sogar die Seitenlage. Das besagt Art. 167 der Tierschutzverordnung.
Box oder Gitter sind die beste Lösung
Aus Sicherheitsgründen empfiehlt das BLV, Hunde in einer geeigneten Box zu transportieren oder durch ein solides Gitter vom Personenbereich des Fahrzeugs zu trennen. So ist der Hund selbst am besten geschützt und gefährdet auch die weiteren Mitfahrenden nicht.
Das ist nicht nur für den Alltag wichtig, sondern erst recht bei einer Vollbremsung oder einem Unfall. Wer seinen Hund ungesichert mitfahren lässt, geht ein unnötiges Risiko für Tier und Mensch ein. Was bei einem Unfall mit Hund im Auto passieren kann, hat STREETLIFE bereits in einem früheren Artikel gezeigt.
Wasser, Pausen und Bewegung nicht vergessen
Wer mit dem Hund länger unterwegs ist, sollte die Fahrt gut planen. Laut BLV muss dem Hund genügend Trinkwasser angeboten werden. Zudem ist er vor schädlichen Witterungseinflüssen wie Hitze, Kälte, Feuchtigkeit oder Zugluft zu schützen.
Bei längeren Fahrten sind ausserdem Pausen wichtig. Der Hund soll sich regelmässig bewegen und versäubern können. Als praktische Faustregel für Ferienfahrten oder lange Strecken bietet es sich an, etwa alle zwei bis drei Stunden einen Halt einzuplanen.
Nicht jeder Hund fährt gerne Auto
Auch das geht im Alltag schnell vergessen: Nicht jeder Hund steigt entspannt ins Auto. Manche Tiere werden nervös, jaulen oder ihnen wird schlecht. Dann lohnt es sich, den Hund schrittweise ans Autofahren zu gewöhnen. Wenn das nicht klappt, kann ein Hundetrainer helfen. Wird dem Vierbeiner regelmässig schlecht, ist auch die Tierarztpraxis eine gute Anlaufstelle.

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