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Autoversicherung: Prämien steigen 2027 erneut
Schweizer Autoversicherer planen fürs kommende Jahr erneut eine Prämienerhöhung. Teurere Reparatur- und Ersatzteilkosten sowie Hagelschäden werden als Ursache genannt. In den letzten fünf Jahren sind die Prämien bereits um rund 19 Prozent angestiegen.
Autofahren wird auch 2027 teurer: Laut einer neuen Befragung des Vergleichsdienstes Comparis planen einzelne Autoversicherer für das kommende Jahr eine Prämienerhöhung. «Die Kostentreiber, die zu den bisherigen Erhöhungen geführt haben, sind weiterhin vorhanden. Deshalb rechnen wir mit steigenden Prämien», sagt Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser.
Büsser meint damit die steigenden Reparaturkosten, teurer werdende Ersatzteile und zunehmende Schäden durch Naturereignisse. Insbesondere Hagelschäden seien enorme Kostentreiber, wie zum Beispiel der Sturm Ende August im Raum Zürich. Allein bei diesem Wetterereignis wurden 100'000 Fahrzeuge beschädigt und ein Milliardenschaden verursacht (STREETLIFE berichtete).
Versicherungsprämien steigen seit längerer Zeit
Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die Autofahrende schon seit Jahren belastet. Gemäss dem Comparis-Womo-Preisindex verteuerten sich Motorfahrzeugversicherungen zwischen August 2021 und August 2026 um rund 19 Prozent. Allein 2026 betrug der Anstieg mehr als 7 Prozent und eine allgemeine Entspannung zeichnet sich derzeit nicht ab, wie Comparis weiter mitteilt.
Das sind die Kostenfaktoren bei einer Prämienerhöhung
Wie stark die Prämien 2027 effektiv ansteigen, könne aus den Antworten der Versicherer noch nicht beziffert werden. Erste Prämienerhöhungen seien aber schon geplant. Wie stark einzelne Versicherte betroffen sind, «hängt unter anderem vom Fahrzeugtyp, dem Fahrzeugwert sowie vom bisherigen Schadenverlauf ab», sagt Versicherungsexperte Büsser.
Aber auch vom Versicherungsanbieter. Während die Mobiliar ankündigt, beim bestehenden Kundenportfolio keine Anpassungen vornehmen zu wollen, tönt das bei anderen Versicherern anders. «Nicht jeder Versicherer und jeder Vertrag wird gleich stark betroffen sein. Gerade deshalb sollten Autofahrende ihre Prämien vergleichen, statt Erhöhungen einfach hinzunehmen», so Büsser. Das allerdings würden nur wenige machen. Gemäss einer älteren Comparis-Umfrage wechseln lediglich 6 Prozent der Versicherten nach einem Preisvergleich ihre Autoversicherung.
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