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Hagelsturm verursacht Milliardenschaden – 100'000 Autos betroffen
Das Hagel- und Sturmereignis vom 28. August hat im Schweizer Mittelland Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Nach ersten Schätzungen sind mehr als 100'000 Autos vom Hagel beschädigt worden.
Der Hagelsturm vom 28. August hat in der Schweiz Schäden in bislang ungekanntem Ausmass hinterlassen. Der Schweizerische Versicherungsverband SVV schätzt den versicherten Schaden auf fast eine Milliarde Franken. Mehr als 80 Prozent davon entfallen auf die rund 100'000 beschädigten Motorfahrzeuge. Betroffen waren insbesondere die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und Thurgau.
Die Gewitterzelle zog am 28. August vom Jurabogen über das Mittelland bis in die Ostschweiz. Neben heftigen Sturmböen gingen lokal Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern nieder. Für zahlreiche Autofahrer bedeutete das beschädigte Karosserien und Scheiben.
Schäden werden bereits begutachtet
Die Versicherer haben nach dem Unwetter zusätzliche Ressourcen für die Schadenbearbeitung bereitgestellt, da viele herkömmliche Garagen an ihre Kapazitätsgrenzen stossen (STREETLIFE berichtete).
Für beschädigte Fahrzeuge wurden unter anderem sogenannte Drive-ins eingerichtet, an denen die Schäden begutachtet werden können. Viele Fälle lassen sich mittlerweile auch digital melden und beurteilen.
Rund zehn Prozent des geschätzten privatversicherten Gesamtschadens entfallen auf Elementarschäden, die über den Schweizer Elementarschadenpool gedeckt sind. Die Gebäudeschäden sind in der aktuellen Schätzung hingegen nicht enthalten. In den betroffenen Kantonen werden sie mehrheitlich über die kantonalen Gebäudeversicherungen abgewickelt.
Das Ausmass übertrifft laut SVV jenes des grossen Hagelereignisses vom 25. August 2023 im Tessin deutlich. Damals lag der privatversicherte Schaden bei rund der Hälfte des aktuellen Schätzwerts.
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