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Diese Polizeikorps kassieren mit Bussen am meisten
Zu schnell, bei Rot erwischt oder falsch parkiert: Schweizer Polizeikorps nehmen Millionen mit Bussen ein. Das sind die Spitzenreiter 2025.
Zu schnell gefahren, das Rotlicht übersehen oder das Auto zu lange stehen gelassen: Eine Ordnungsbusse ist schnell eingefangen. Für Automobilistinnen und Automobilisten ärgerlich – für Städte und Kantone kommen dabei Jahr für Jahr Millionenbeträge zusammen.
STREETLIFE wollte deshalb wissen: Welche Polizeikorps nehmen mit Bussen am meisten ein? Die neusten Zahlen für das Jahr 2025 zeigen: An der Spitze thront weiterhin ein alter Bekannter.
Zürich bleibt der Bussen-Krösus
56,2 Millionen Franken. So viel nahm die Stadt Zürich 2025 mit Ordnungsbussen ein. Damit liegt sie mit riesigem Abstand auf Rang eins.
Allerdings klingelte die Kasse weniger laut als noch im Vorjahr. 2024 waren es 61,9 Millionen Franken. Die Einnahmen gingen somit um satte 5,7 Millionen Franken oder rund neun Prozent zurück.
Dabei gab es laut Stadt Zürich mehr Geschwindigkeits- und Rotlichtmissachtungen. Die Einnahmen aus Parkbussen blieben ungefähr gleich. Für den deutlichen Rückgang sorgten insbesondere die Kontrollen von Zufahrts- und Fahrverboten: Dort nahmen die Einnahmen stark ab.
Spannend ist das vor allem mit Blick auf die Langstrasse. STREETLIFE berichtete bereits, dass das neue Fahrverbot dort 2024 für mächtig Ärger bei Autofahrenden sorgte – und für viel Geld in der Stadtkasse. Allein im ersten Monat nach Einführung der automatischen Zufahrtskontrolle wurden an der Langstrasse 17'310 Bussen ausgesprochen. Einnahmen: 1,73 Millionen Franken.
Bern verliert über drei Millionen Franken
Auf Rang zwei folgt die Kantonspolizei Bern. Sie nahm 2025 rund 32,3 Millionen Franken ein. Im Vorjahr waren es noch 35,36 Millionen Franken. Das Minus beträgt damit gut drei Millionen Franken oder knapp neun Prozent.
Trotz des Rückgangs bleibt Bern deutlich vor der Kantonspolizei Zürich. Diese landet mit 27,26 Millionen Franken auf Platz drei – und gehört gleichzeitig zu jenen Korps, die 2025 mehr einnahmen als im Vorjahr.
2024 waren es noch rund 26,48 Millionen Franken. Ein Grund für die Zunahme sind laut Kantonspolizei modernere Messstellen. Dazu gehören etwa Rotlichtanlagen, die gleichzeitig die Geschwindigkeit messen können.
St.Gallen knapp vor Luzern
Weit vorne in der Rangliste liegt auch die Kantonspolizei St.Gallen. Sie nahm 2025 22,54 Millionen Franken mit Ordnungsbussen ein. Im Vorjahr waren es 22,94 Millionen Franken.
Damit liegt St.Gallen nur knapp vor der Kantonspolizei Luzern. Diese kommt 2025 auf 22,16 Millionen Franken. Gegenüber den 21,44 Millionen Franken aus dem Jahr 2024 entspricht das einem Plus von rund 720'000 Franken.
Winterthur kratzt an der Zehn-Millionen-Marke
Auch die Stadtpolizei Winterthur legt zu. 2025 nahm sie rund 9,2 Millionen Franken mit Ordnungsbussen ein. Im Vorjahr waren es noch 8,7 Millionen Franken.
Seinen Teil dazu beigetragen haben dürfte auch jener Blitzer, der bei vielen Autofahrenden für rote Köpfe sorgte: Der semi-stationäre Radar in Winterthur-Töss wurde von STREETLIFE bereits als «fiesester Blitzer der Schweiz» bezeichnet.
Und die Bilanz hatte es in sich: In nur zwei Monaten spülte der Blitzer über eine Million Franken in die Stadtkasse. Mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge wurden kontrolliert, rund 11'000 Autos geblitzt. Kein Wunder also, taucht Winterthur in der Bussen-Rangliste weiter prominent auf.
Über 180 Millionen Franken von sieben Korps
Alleine diese sieben Polizeikorps nahmen 2025 zusammen rund 180 Millionen Franken mit Ordnungsbussen ein. Das sind zwar rund 5,8 Millionen Franken weniger als im Vorjahr – für Automobilistinnen und Automobilisten bleibt die Summe trotzdem eindrücklich.
Und die Zahlen zeigen auch: Moderne Messanlagen dürften künftig eine noch grössere Rolle spielen. Rotlicht kontrollieren und gleichzeitig das Tempo messen? Mobile Blitzer, die in wenigen Wochen Millionen einspielen? Für Verkehrssünder wird die Luft technisch jedenfalls dünner.

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