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Batterie und Reichweite

Worauf du beim Kauf von E-Occasionen achten musst

Elektroautos sind beliebt, doch der hohe Neupreis schreckt viele ab. Eine attraktive Alternative ist das E-Auto aus zweiter Hand. Doch Unsicherheiten rund um Batterie, Reichweite und Lebensdauer lassen viele zögern. Worauf sollte man also beim Kauf achten?

Der Schweizer Markt für Elektro-Occasionen wächst. Immer mehr Modelle gelangen in den Gebrauchtmarkt, wodurch Käuferinnen und Käufer mehr Auswahl haben. Gleichzeitig sinken die Preise leicht, besonders bei reinen E-Autos, da das Angebot in manchen Segmenten die Nachfrage übersteigt. Elektro-Occasionen sind der clevere Einstieg in die E-Mobilität: Sie kosten deutlich weniger als Neuwagen und die Auswahl an Modellen wächst stetig. Wichtig ist jedoch, beim Kauf genau hinzuschauen – und zu wissen, worauf es ankommt. 

Neuwagen oder Occasion? Eine Grundsatzfrage

Die Entscheidung zwischen Neuwagen und Occasion fällt vielen schwer. Befürchtet werden unerwartete Reparaturen oder fehlende Garantien. Gleichzeitig sprechen gerade bei Elektroautos einige Argumente für den Gebrauchtkauf: Der hohe Anschaffungspreis fällt weg, der Unterhalt ist dank weniger Verschleissteile tiefer und moderne Batterien sind langlebiger als oft angenommen. Wichtig: Sollte man sich für einen Occasion-Wagen entscheiden, immer bei zertifizierten Händlern wie carmarket.ch kaufen. 

Passt das E-Auto zu mir? 

Vor dem Kauf sollte klar sein, wie das Auto genutzt wird. Fahre ich hauptsächlich kurze Strecken? Oder plane ich längere Fahrten und Ferienreisen? 

Gerade bei Elektroautos ist diese Frage entscheidend, denn ältere Modelle eignen sich oft gut fürs tägliche Pendeln. Für längere Strecken sind jüngere Occasionen mit grösserer Reichweite und schnellerer Ladeleistung meist die bessere Wahl. 

Auch die Ladetechnologie spielt eine zentrale Rolle. Grundsätzlich gilt: 

  • Wechselstrom (AC) lädt langsamer, ist aber schonender für die Batterie. 
  • Gleichstrom (DC / Schnellladen) ist unterwegs praktisch, belastet den Akku jedoch stärker. 

Empfohlen wird, im Alltag möglichst mit AC zu laden und DC-Schnellladen gezielt einzusetzen.

Die Batterie – das Herzstück 

Die Hochvolt-Batterie ist das wichtigste und teuerste Bauteil eines Elektroautos. Mit der Zeit verliert sie an Kapazität, das ist normal. Entscheidend ist jedoch nicht primär der Kilometerstand, sondern vor allem die Ladezyklen. Die Alterung einer Batterie hängt stark von der Anzahl Ladezyklen ab. Fahrzeuge mit grösserer Reichweite müssen seltener geladen werden, was den Akku langfristig schont. Ein hoher Kilometerstand bedeutet daher nicht automatisch eine schlechte Batterie. Céline Moning von Carmarket rät: «Unbedingt das Batterie-Zertifikat anfragen, um die Gesundheit der Batterie zu kennen». 

Dabei sollte auch der State of Health (SOH) bekannt sein. Dieser Wert zeigt, wie viel Prozent der ursprünglichen Batteriekapazität noch vorhanden sind. Als Richtwert gilt: Hat eine Batterie nach sieben bis neun Jahren noch rund 80 Prozent Kapazität, reicht sie meist für das gesamte Autoleben aus. 

Wichtig ist zudem die Batteriegarantie: Viele Hersteller bieten bis zu acht Jahre oder eine hohe Kilometerleistung. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob diese Garantie noch gilt und was sie abdeckt. 

Probefahrt nicht auslassen 

Eine Probefahrt ist bei einem E-Auto doppelt sinnvoll. Sie vermittelt ein Fahrgefühl und erlaubt gleichzeitig, Reichweite, Leistung und Rekuperation realistisch einzuschätzen. Idealerweise testet man auch das Laden, zuhause oder an einer öffentlichen Ladestation. 

Bremsen und Reifen genauer prüfen 

Elektroautos bremsen dank Rekuperation weniger mit den klassischen Bremsen. Das spart zwar Verschleiss, kann aber zu Rost an den Bremsscheiben führen, weil sie zu wenig benutzt werden. 

Auch die Reifen verdienen besondere Aufmerksamkeit: Das hohe Drehmoment und das höhere Fahrzeuggewicht führen oft zu stärkerem Reifenverschleiss als bei Verbrennern. 

Software, Elektronik und 12-Volt-Batterie 

Elektroautos sind softwaregetrieben. Updates können Reichweite, Ladeverhalten und Sicherheit verbessern. Es lohnt sich nachzfragen, ob das Fahrzeug regelmässig Updates erhalten hat. 

Nicht zu vergessen ist die 12-Volt-Batterie, die Bordelektronik und Zubehör versorgt. Sie ist ein klassisches Verschleissteil und sollte überprüft werden. 

Und was ist mit dem Restwert? 

Der Markt für Elektro-Occasionen wächst stetig. Zwar führt der schnelle technische Fortschritt dazu, dass ältere Modelle schneller an Attraktivität verlieren, doch beim Wertverlust liegen Elektroautos heute auf ähnlichem Niveau wie Verbrenner. Laut Eurotax beträgt der Wertverlust nach drei Jahren: 

  • Elektroauto: rund 50,3 Prozent 
  • Benziner: rund 50 Prozent 
  • Diesel: rund 47,2 Prozent 

Ein überdurchschnittlicher Wertzerfall ist also kein generelles E-Auto-Problem. 

Fazit 

Gebrauchte E-Autos bieten eine attraktive Möglichkeit, in die Elektromobilität einzusteigen. Sie sind deutlich günstiger als ein Neuwagen, mit geringem Unterhalt und modernen Batterien, die oft noch viele Jahre zuverlässig arbeiten. Wer vor dem Kauf Batteriezustand, Ladeverhalten, Reichweite und Verschleissteile prüft, macht einen sicheren Griff. 

Mit der richtigen Vorbereitung, einer Probefahrt und dem Kauf bei zertifizierten Händlern zum Beispiel via carmarket.ch können E-Occasionen Fahrspass, Umweltvorteile und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. 

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