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Politik & Wirtschaft •
Spannende Prognosen

Wird 2026 das Jahr der realistischen Klimapolitik?

2026 wird uns coole Autos präsentieren, die Karten in der Formel-1 neu mischen, die Klimapolitik flexibler angehen und Mick Schuhmacher hoffentlich mehr Glück bringen. STREETLIFE-Kolumnist Pentti Aellig stellt seine spannenden Prognosen vor.

Kimi Antonelli wird Weltmeister 2026

Formel-1 bedeutet Hochspannung. Kaum endete die Saison 2025 mit einem Hitchcock-Final, erwartet uns das neue Jahr mit völlig neuen, kürzeren und schmaleren Rennautos, welche auf schlankeren Reifen stehen. Die nur noch 770 Kilogramm leichten Autos leisten 1'000 PS – der Wahnsinn. Neu teilen sich ein klimafreundlicher 6-Zylinder- sowie ein Elektromotor den Antrieb. Das DRS wurde beerdigt. Neu überholen die Fahrer mit einem Override-Zusatzschub. Ob sich die beiden neuen Cadillacs als mobile Hindernisse präsentieren und ob die (fast) neuen Audis den deutschen Ansprüchen genügen, werden wir beim Saisonstart in Melbourne sehen. Meine gewagte WM-Prognose für 2026 lautet: Mercedes setzt das neue Reglement am erfolgreichsten um und wird Teamweltmeister und mit Youngster Kimi Antonelli auch gleich noch Fahrerweltmeister.

Wichtigste Autopremiere 2026

Die Schwarzmaler jammern: Europas Autoindustrie habe in wenigen Jahren den gesamten Vorsprung verspielt. China agiere mutiger, schneller und innovativer. Mercedes, Stellantis oder VW haben sich vor die Füsse der Klimapolitiker geworfen und den Wunsch der Kunden nach coolen, bezahlbaren Autos völlig ignoriert. Genug gejammert. Volkswagen hat den Warnschuss gehört und startet 2026 seine neue Wunderwaffe «MEB Entry», die Plattform für Elektrokleinwagen fürs Volk. Der erste Eindruck des noch leicht getarnten Cupra Raval überzeugt. Der kleine Elektrospanier wirkt frech und soll viel Fahrspass bieten. Der Raval und sein Plattformbruder VW ID.Polo sorgen 2026 für die spannendsten Premiere.

Wird 2026 das Jahr der realistischen Klimapolitik?

Würde man den militanten Klimapolitikern der EU und der Schweiz das politische Feld überlassen, wäre unsere Autoindustrie in wenigen Jahren zerstört. Auch die 224'000 Menschen, welche in der Schweiz vom Autogewerbe leben, müssten sich neue Jobs suchen. Bevor nun linksgrüne Klima-Apokalyptiker alle europäischen Autohersteller ins Grab stossen, realisieren weitsichtige Kreise in den Parlamenten, dass die Übergangsfristen hin zur klimaneutralen Mobilität flexibler und realistischer ausgestaltet werden müssen. Vielleicht werden umweltfreundliche Verbrennerautos den Batterieautos bei der Ökobilanz bald den Rang ablaufen. 2026 könnte das Jahr der weitsichtigen, realistischen Umweltpolitik werden.

Endet 2026 Mick Schuhmachers Leidensweg?

Auch das Jahr 2025 brachte dem deutschen Rennfahrer Mick Schuhmacher wenig Glück. Micks Freundin, das dänische Model Laila Hasanovic, hat sich neu in den Tennissuperstar Jannik Sinner verliebt. Glücklos blieb auch seine verzweifelte Suche nach einem Formel-1-Cockpit. Da Micks kurze Formel-1 Karriere bei Haas viel geschrottete Rennwagen und kaum Punkte hinterliess, glauben mittlerweile auch die deutschen Medien nicht mehr an eine Zukunft in der Königsklasse. Sein wenig diplomatischer Onkel Ralph Schuhmacher gilt als zusätzlicher Stolperstein für Micks Karriere. Besonders bitter: Ende Jahr muss Mick auch sein Langstrecken-Cockpit bei Alpine räumen. 2026 fährt er nun in der amerikanischen IndyCar‑Serie im Kreis herum. US-Talkshow-Ikone David Letterman ist Mitbesitzer von Schuhmachers Team. Hoffentlich sieht Mick 2026 im IndyCar Licht am Ende des Tunnels.

Bitte Toyota, bringt den Baby-Cruiser 2026 in die Schweiz!

2026 leben die Menschen in der Schweiz zunehmend im Dichtestress. In den Städten wachsen überall neue Hochhäuser gegen den Himmel. Das normierte Wohnen im 35. Stock lässt viele Schweizer von Abenteuer und Freiheit träumen. Mit dem SUV die Strasse spontan verlassen und über Stock und Stein den Normen entfliehen – allein schon die Vision genügt, um sich einen Offroader zu kaufen. Ikonische SUVs wie Mercedes G-Klasse oder Landrover Defender sprengen leider manches Budget. Was fehlt, sind bezahlbare SUVs mit Charakter. Schade, dass der weltweit erfolgreiche Klettermax Suzuki Jimny hierzulande nicht als normales Auto zugelassen ist. Toyotas neuer Baby-Cruiser (Land Cruiser FJ), welcher 2026 startet, hätte auch in der Schweiz das Potential zum Kassenschlager. Bitte Toyota, gönnt auch uns den Baby-Cruiser!


Kolumnist und Autor Pentti Aellig ergänzt als erfahrener Autokenner und Publizist das STREETLIFE-Redaktionsteam. Als SVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident politisiert er im Kanton Schaffhausen aktiv mit. Wir weisen darauf hin, dass die Ansichten unserer Kolumnisten nicht mit jenen der STREETLIFE-Redaktion übereinstimmen müssen.

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