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Total verrückt! •
Reicher Wahnsinn

Vom Pizzaofen bis zur Toilette – 6 irre Luxus-Extras für Autos

Ob Sonnenstunden zählen oder ein Roller im Kofferraum. Die Autohersteller lassen sich immer wieder Neues einfallen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Und je teurer die Marke, desto ausgefallener diese Ideen. STREETLIFE hat sechs irre Luxus-Extras für Dich.

Mini Cabrio – Sonnenmesser

England gilt als ein Land, in dem es fast immer regnet. Gleichzeitig werden in kaum einem anderen Land verhältnismässig mehr Cabrios verkauft. Wenn die Sonne schon scheint, muss sie voll ausgekostet werden. Deshalb hat sich die englische Marke Mini etwas Spezielles für sein Cabrio ausgedacht. Neben dem Drehzahlmesser gab es ab 2009 ein weiteres Instrument mit dem Namen «Always-Open-Timer» (dt. «Immer-Offen-Zähler»). Dieser zeigte an, wie lange man mit offenem Verdeck gefahren ist. Der Zähler war Teil des Ausstattungspakets «Always Open», welches bei der Einführung 770 Franken gekostet hatte. Die Idee hat bis heute überlebt: Aktuelle Mini Cabrios zählen immer noch, wie lange man offen gefahren ist. Die Information lässt sich im Unterhaltungssystem abrufen.

Honda City Turbo II – Motocompo

Camper mit einem ans Heck gebundenen Roller sind heute keine Seltenheit und Peugeot bot 2016 seinen SUV 3008 auch schon mit einem E-Scooter an. Doch die Idee geht weiter zurück. 1981 lanciert Honda den City Turbo II. Wie der Name schon verrät, handelte es sich um einen kleinen Stadtflitzer. Aber aus Hondas Sicht war er noch nicht klein genug, um in der Stadt wirklich überall hinzukommen. Deshalb bot die japanische Marke den City Turbo II mit dem Motocompo an – einem zusammenfaltbaren Roller, der perfekt in den Kofferraum passte. Deshalb hatte er auch den Spitznamen «Trunk-Bike» (engl. für Kofferraum-Bike). In der Schweiz wurde der City erst ab 1983 als Jazz verkauft – und leider ohne den Faltroller. Den gab es exklusiv in Japan.

Bugatti F. K. P. Hommage – Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon

Uhren und Autos sind untrennbar miteinander verbunden. In teuren Fahrzeugen finden sich Uhren von TAG Heuer, IWC oder Breitling. Doch im Bugatti-Einzelstück F. K. P. Hommage (im Gedenken an Ferdinand Karl Piëch, langjährig Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns) steckt eine Uhr, die selbst teurer ist als ein Porsche 911. Eigentlich nennt zwar Audemars Piguet keine Preise für die Royal Oak Tourbillon, aber wer die Uhr googelt, bekommt einen Schock beim Anblick der Preise. Mindestens 110'000 Franken werden für gebrauchte Exemplare fällig. Und ein Sammler hat sie sich in den Bugatti setzen lassen.

Bentley Batur – Gold

Englands Luxusmarken Bentley, McLaren und Rolls-Royce sind dafür bekannt, den Kunden fast jeden Wunsch zu erfüllen. Besonders beliebt ist beispielsweise, dass sich jede mögliche Farbe anmischen und lackieren lässt. Doch beim Batur ging Bentley 2022 noch einen Schritt weiter und nimmt einen besonders exklusiven Kundenwunsch bereits in der Grundausstattung vorweg: Gold. Einerseits nutzt Bentley echtes Gold aus recyceltem Schmuck beim 3D-Druck von Designelementen. Aber das ist erst der Anfang: Das Bedienrad für das Multimediasystem in der Mittelkonsole besteht aus 18 Karat Gold. Bentley baut nur 18 Stück des Batur und nochmals 16 vom Cabrio. Alle nach dem individuellen Geschmack des Kunden. Über Geld wird da nicht mehr gesprochen.

Rolls-Royce Silver Wraith – Toilette

Das gibt eine kleine Zeitreise in die 1950er Jahre. Der amerikanische Industrielle und Investor Joseph J. Mascuch lässt einen Rolls-Royce Silver Wraith in ein rollendes Büro umbauen. Der Fond wird von oben bis unten mit Leder überzogen. Es gibt ein bequemes Sofa, einen ausziehbaren Schreibtisch, und damals schon einen Fernseher und ein Telefon im Auto. Doch mit einem unter dem rechten Rücksitz versteckten Gadget, setzt er dem Rolls-Royce die Krone auf. Unter dem Sitz befindet sich eine Toilette. Dieses bedient sich der ältesten Toiletten-Technik der Welt, welche noch bis ins neue Jahrtausend in Schweizer Zügen zum Einsatz kam: das Plumpsklo. Geschäft erledigen, Klappe betätigen und alles landet einfach auf der Strasse – was jedoch damals schon verboten war. Allerdings erzählt man sich, dass die Toilette nie für ihren eigentlichen Zweck genutzt wurde und Mascuch darin stattdessen Champagner kühlte. Der Rolls kostete damals 65'000 Dollar. Inflationsbereinigt sind das heute 792'575 Dollar oder 649'907 Franken.

Lexus Monogram GX – Pizza-Ofen

Streetfood ist aktuell absolut in und längst gibt es fast alles to go zu kaufen. Selbst Pizzas lassen sich von einem Foodtruck kaufen. Aber den muss man auch erstmal finden. Wieso also nicht gleich den Pizza-Ofen in den Kofferraum packen? Und nein, die Rede ist nicht von einer Warmhaltebox, wie sie Pizza-Kuriere oft im Kofferraum haben, sondern von einem echten Ofen. Genau das hat Lexus zusammen mit dem Luxus-Haushaltsgerätehersteller Monogramm für den aktuellen GX entwickelt. Kühlfach, Ablagen für Gewürze und Wein sowie Pizzaschaufel inklusive. Leider bietet die Toyota-Tochter den Luxus-Geländewagen in der Schweiz nicht an. Das ist nur halb so traurig, da es sich beim Monogram GX um ein Showfahrzeug handelt, das so sowieso nicht verkauft wird – leider.

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