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Verbot für Autos und Motorräder – SP will Velotage auf dem Gotthardpass
Mit einem tageweisen Verbot will der Luzerner SP-Nationalrat David Roth wichtige Alpenpässe wie den Gotthard oder den Simplon für Autos und Motorräder sperren. «Das ist ein erneuter Versuch eines linksgrünen Politikers, den motorisierten Individualverkehr zu schwächen», schreibt STREETLIFE-Kolumnist Pentti Aellig.
2027 wird der gesamte Nationalrat neu gewählt. Kein Wunder, jagt aktuell ein medienwirksamer Vorstoss den nächsten. Bei linksgrünen Politikern besonders beliebt sind politische Vorstösse, welche Autofahrer bekämpfen. Auch der Luzerner SP-Nationalrat David Roth will nächstes Jahr wiedergewählt werden und hat deshalb eine Interpellation ausgeheckt. Mit seiner neuen Interpellation «Velotage auf alpinen Nationalstrassen» drängt der linke Nationalrat im sozialistischen Klassenkampf gegen den klimafeindlichen Individualverkehr ins Scheinwerferlicht von Bundesbern.
Vulnerable Velofahrer
David Roth fordert ein tagesweises Autoverbot auf besonders verkehrsreichen Passstrassen wie Gotthard, San Bernardino oder Simplon. Roth stört sich daran, dass bei schönem Wetter die Passstrassen stark durch Autos und Motorräder belastet sind. Im gemischten Verkehr seien Velofahrende aufgrund ihrer fehlenden physischen Schutzvorrichtung die vulnerabelsten Verkehrsteilnehmenden. Roth schreibt in seiner Interpellation: «Gerade auf engen, kurvenreichen Passstrassen kann dies dazu führen, dass sie trotz gleichberechtigter Nutzung der Strasse faktisch verdrängt werden.»
Autofahrer verdrängen
Schön, dass sich Roth um die vulnerablen Velofahrer kümmert. Dabei vergisst er, dass es neben den vereinzelten Velopassfahrern noch weitaus vulnerablere Verkehrsteilnehmer gibt, nämlich die Fussgänger. In linksgrünen Metropolen wie Zürich, Bern oder Genf drängen Velofahrer immer aggressiver in die Fussgängerbereiche. Ältere Passanten, welche sich nicht rechtzeitig retten, werden teilweise brutal angefahren. Dass in linksgrünen Städten Fussgänger, aber auch Autofahrer faktisch verdrängt werden, erwähnt der SP-Interpellant mit keinem Wort.
Passstrassen für Individualverkehr sperren
Nun will David Roth in seiner Interpellation vom Bundesrat mit fünf Fragen wissen, wie man beliebte Alpenpässe tageweise oder während bestimmter Zeitfenster für den motorisierten Verkehr sperren könnte, damit Velofahrer ungestört die Überquerung des Gotthardpass geniessen können. Ob der Bundesrat bereit ist, gemeinsam mit den betroffenen Bergkantonen einige für den Tourismus wichtige Passstrassen für den Individualverkehr zu sperren, wird sich zeigen. Vermutlich wird der Bundesrat in seiner gewohnt sachlichen Antwort den Luzerner SP-Nationalrat auflaufen lassen.
Thema Velo als Wahlwerbung
Schlussendlich geht es bei Linksgrün hauptsächlich um die Schwächung des Individualverkehrs. Mit der Einführung von Velotagen will David Roth einerseits Werbung für sich selbst machen und andererseits Autos und Motorräder von den bekannten Alpenpässen fernhalten. Wer ist der Luzerner SP-Nationalrat? David Roth hat sich als GL-Mitglied der Gewerkschaft Syndicom einen Platz am goldenen Futtertrog der prall gefüllten Gewerkschaftskasse gesichert. Besonders stolz ist der Luzerner Gewerkschaftspolitiker auf den Gesamtarbeitsvertrag für Velokurierinnen, welche Syndicom 2019 durchsetzen konnte. Das Thema Velo scheint ein sicherer Wert zu sein für eine Wiederwahl 2027.

Kolumnist und Autor Pentti Aellig ergänzt als erfahrener Autokenner und Publizist das STREETLIFE-Redaktionsteam. Als SVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident politisiert er im Kanton Schaffhausen aktiv mit. Wir weisen darauf hin, dass die Ansichten unserer Kolumnisten nicht mit jenen der STREETLIFE-Redaktion übereinstimmen müssen.
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