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Spionage-Verdacht: VBS verbietet Fahrzeuge an heiklen Standorten
Für das Verteidigungsdepartement und den Nachrichtendienst des Bundes sind sie ein enormes Sicherheitsrisiko: Autos, die ständig mit dem Internet verbunden sind. Aus Angst vor Spionage hat das Verteidigungsdepartement jetzt ein Verbot solcher Fahrzeuge in der Nähe heikler Standorte verfügt.
Beim Verbot geht es grundsätzlich darum, dass Fahrzeuge, die ständig mit dem Internet verbunden sind, nicht mehr in der Nähe von besonders heiklen Standorten des VBS herumfahren dürfen. Gemeint sind damit Einrichtungen wie zum Beispiel das Zentrum für elektronische Kriegsführung in Zimmerwald im Kanton Bern, wie das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS berichtet. Offen lässt das Verteidigungsdepartement allerdings, wie diese Zugangsbeschränkung umgesetzt werden soll. So hiess es lediglich: Es hänge «von der Sicherheitsvorkehrung jedes Standorts ab».
NDB-Direktor befürchtet Abhörung
In seinem im Juni veröffentlichten Jahresbericht warnt auch der Nachrichtendienst des Bundes, NDB, vor der Gefahr, die von vernetzten Fahrzeugen ausgeht. Dabei bezeichnet der Geheimdienst insbesondere Fahrzeuge aus chinesischer Produktion als Risiko für Spionage. So äussert sich NDB-Direktor Serge Bavaud gegenüber RTS: «Diese Autos sind Smartphones auf Rädern. Die Behörden dieses Landes arbeiten mit den Herstellern zusammen. Und die Geheimdienste können auf die von den Autos aufgezeichneten Daten zugreifen, zum Beispiel auf Gespräche.» Er rät Personen in wichtigen Positionen deshalb von vernetzten Autos aus China ab.
Die Sorge des Bundes teilen weitere Länder: So hat Polen wie die Schweiz Sperrzonen für vernetzte Fahrzeuge rund um heikle Standorte eingeführt, der deutsche Gemheimdienst äusserte sich ebenfalls besorgt und der ehemalige US-Präsident Joe Biden verbot 2025 die Einfuhr und den Verkauf bestimmter vernetzter Fahrzeuge und die damit verbundene Hardware und Software aus China und Russland.

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