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Politik & Wirtschaft •
Nachhaltigkeits-Initiative

Nationalrat Matter: «Retten wir unsere Infrastruktur vor dem Kollaps»

Wer heute in der Schweiz unterwegs ist, braucht vor allem eines: starke Nerven. Ob im Auto auf den Nationalstrassen, den Haupt- und den Nebenstrassen, ob im Zug während des Berufsverkehrs – unser Land steckt im Dauerstau. Die Strassen sind chronisch verstopft, die Züge überfüllt, die Bahnhöfe überlastet.

Was uns tagtäglich als temporäres Ärgernis begegnet, ist in Wahrheit das Symptom einer tiefgreifenden Fehlentwicklung: Eine völlig ungebremste Zuwanderung, die unsere gesamte Infrastruktur in die Knie zwingt. Die Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» vom 14. Juni ist die Notbremse, die wir jetzt ziehen müssen, um den endgültigen Verkehrskollaps abzuwenden.

Werfen wir einen nüchternen Blick auf den Individualverkehr. Schweizer Autofahrer standen im vergangenen Jahr zehntausende Stunden im Stau. Auf Strassenabschnitten, die früher flüssig befahrbar waren, wälzen sich lange Blechlawinen. Das kostet nicht nur Zeit und Lebensqualität, sondern fügt unserer Volkswirtschaft durch immense Produktivitätsverluste massiven Schaden zu. Der Bundesrat versucht verzweifelt, mit teuren Milliardenprojekten und punktuellen Spurerweiterungen hinterherzurennen. Doch dieses Vorgehen gleicht dem Versuch, ein Fass ohne Boden zu füllen. Kaum ist eine neue Spur gebaut, wird sie von der unkontrollierten Nettozuwanderung aufgesaugt. Der Platz auf unseren Strassen ist physisch und politisch begrenzt. Wir können und wollen die Schweiz nicht vollends asphaltieren.

Nicht besser präsentiert sich die Lage beim öffentlichen Verkehr. Einst der Stolz unserer Nation, stösst die SBB an ihre absoluten Kapazitätsgrenzen. Wer zur Hauptverkehrszeit pendelt, erlebt überfüllte Waggons, in denen Sitzplätze Mangelware sind. Verspätungen häufen sich, weil das Schienennetz extrem dicht belegt ist und schon kleinste Störungen das gesamte System aus dem Takt bringen können. Bahnhöfe müssen für Hunderte Millionen Franken umgebaut werden, um die schieren Menschenmassen überhaupt noch sicher über die Perrons zu schleusen. Die tickende Uhr der Migration überholt jeden Ausbauschritt, noch bevor der erste Spatenstich getan ist.

Der Grundfehler der aktuellen Politik liegt in der ewigen Symptombekämpfung. Die Mitte-Links-Mehrheit inklusive der FDP weigert sich beharrlich, die Ursache beim Namen zu nennen: die massive, ungesteuerte Zuwanderung. Wenn jedes Jahr die Bevölkerung einer mittleren Grossstadt netto in die Schweiz einwandert, kann keine Infrastruktur der Welt Schritt halten. Unsere Strassen und Schienen wurden für eine 6- oder 7-Millionen-Schweiz konzipiert. Wir steuern nun im Eiltempo auf die 10-Millionen-Grenze zu. Das ist nicht nachhaltig – weder für die Umwelt, noch für die Lebensqualität und erst recht nicht für unsere Mobilität.

 

Wir müssen unsere verkehrspolitische Souveränität zurückgewinnen. Mobilität ist die Lebensader unserer Wirtschaft.

Thomas Matter, Mitinitiant der Nachhaltigkeits-Initiative und SVP-Nationalrat

Die Nachhaltigkeitsinitiative setzt genau hier an. Sie verlangt, dass die Bevölkerung der Schweiz vor 2050 die Grenze von 10 Millionen Menschen nicht überschreitet. Wird diese Marke dennoch vorzeitig anvisiert, müssen Bundesrat und Parlament rigorose Massnahmen ergreifen, insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug. Es geht hierbei nicht um Abschottung, sondern um das massvolle und eigenständige Steuern unseres eigenen Landes.

Wir müssen unsere verkehrspolitische Souveränität zurückgewinnen. Mobilität ist die Lebensader unserer Wirtschaft und die Basis für persönliche Freiheit. Wenn wir die unkontrollierte Zuwanderung nicht stoppen, fahren wir sehenden Auges an die Wand. Ein Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative ist ein Ja zu funktionierenden Strassen, zu pünktlichen Zügen und zum Erhalt der Lebensqualität in unserer Heimat. Retten wir die Schweizer Mobilität vor dem Kollaps – für uns und für die kommenden Generationen!

Darum geht es bei der Nachhaltigkeits-Initiative

SVP-Nationalrat Thomas Matter ist Mitinitiant der Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Die Initianten wollen mit ihrem Vorschlag der befürchteten Bevölkerungsexplosion, welche Mieten weiter in die Höhe treibt, die Infrastruktur zunehmend belastet und die Natur zerstört, entgegenwirken. 

Die Initiative fordert eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung statt einer ungesteuerten Zuwanderung, keine Überschreitung der 10-Millionen-Marke vor 2050 und ein Ja zum Schutz der Umwelt und dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Die Initiative kommt am 14. Juni 2026 an die Urne.

Wir weisen darauf hin, dass die Ansichten unserer Kolumnisten nicht mit jenen der STREETLIFE-Redaktion übereinstimmen müssen.

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