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SVP-Nationalrat Matter: «Es drohen immer mehr Staus und überfüllte Züge»
Seit dem Jahr 2000 ist die Bevölkerungszahl in der Schweiz um 2 Millionen Menschen angestiegen. Ein Zuwachs, der die Infrastruktur zunehmend unter Druck setzt. «Die Nachhaltigkeits-Initiative 'Keine 10-Millionen-Schweiz!' ist daher dringend notwendig», schreibt SVP-Nationalrat Thomas Matter in seiner Kolumne für STREETLIFE. «Sonst bricht unsere Mobilität völlig zusammen.»
Jede und jeder merkt es: Die Schweiz steckt nicht nur auf den Autobahnen, sondern auch im Agglomerationsverkehr, in den Zubringerstrassen in die Städte, ja selbst auf dem Land immer mehr im Stau. Aber auch die Züge, Trams und Busse des öffentlichen Verkehrs sind zunehmend überfüllt. Unser Verkehrssystem ist komplett überfordert. Denn zwei Millionen mehr Menschen seit 2000 allein durch die Zuwanderung bedeuten: immer mehr Autos, immer noch mehr Verkehr und damit immer mehr Staustunden. Nicht nur unsere Strassen, auch die Bahn- und die Busverbindungen können die Menschenströme kaum mehr bewältigen.
Wer in unserem Land unterwegs ist, erlebt deswegen immer mehr Frust und Stress. Unsere Lebensqualität wird ernsthaft eingeschränkt, wenn man ständig im Stau feststeckt oder das Gedränge im ÖV erleben muss. Die Pendler verlieren Stunden im Verkehr. Das gilt für den Weg zur Arbeit genauso wie für die Ausflüge am Wochenende. Wenn die Zuwanderung in diesem Tempo weitergeht, droht das allgemeine Verkehrschaos.
Das alles ist mehr als ein diffuses Gefühl. Die Dramatik lässt sich mit harten Zahlen und Fakten belegen. 2024 wurden auf unseren Nationalstrassen (die Gemeinde- und Kantonalstrassen noch nicht einmal eingerechnet) 55’569 Staustunden verzeichnet. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es erst 7’711 Stunden. Das heisst: Wir messen heute 7,2 Mal mehr Staustunden als damals. Die Verkehrsüberlastung ist zu rund 87 Prozent für diese Staus verantwortlich. Der Rest betrifft Baustellen und Unfälle. Unser Verkehrsnetz ist nun einmal nicht auf solche Massen an Autos und Nutzfahrzeugen ausgerichtet. Laut Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat die Zahl der registrierten Personenwagen in der Schweiz vom Jahr 2000 bis 2024 von 3,55 auf 4,80 Millionen zugenommen. Das entspricht einem Plus von 1,25 Millionen Fahrzeugen oder 35,3 Prozent.
Wir messen heute 7,2 Mal mehr Staustunden als im Jahr 2000. Die Verkehrsüberlastung ist zu rund 87 Prozent für diese Staus verantwortlich.
Was den öffentlichen Verkehr betrifft, sind die Züge massiv überfüllt. Im Jahr 2024 nutzten im Durchschnitt 1,39 Millionen Reisende die Bahnwagen der SBB – und das pro Tag! Auch hier liegt die hauptsächliche Ursache in der unbegrenzten, ungeregelten Zuwanderung. Unsere Infrastrukturen von Schienen- und Bahnmaterial sowie der Bahnhöfe kommen an den Anschlag und müssen in nächster Zeit für viele Milliarden erneuert und angepasst werden. Und dennoch werden die Probleme immer grösser. Denn unsere Schienen-Kapazität ist genauso begrenzt wie die Möglichkeiten des Fahrplans. Es ist ganz einfach unmöglich, die Zahl der Zugsverbindungen zu verdoppeln. Dann würde das gesamte System kollabieren.
Müssen wir dieses Verkehrschaos hinnehmen wie eine fünfte Jahreszeit? Nein, es gibt eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Es ist höchste Zeit, die Mobilität der Schweizerinnen und Schweizer wieder sicherzustellen. Nämlich mit einem Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» am 14. Juni 2026. Diese verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung unseres Landes zehn Millionen Menschen vor dem Jahr 2050 nicht überschreiten darf. Überschreitet die ständige Wohnbevölkerung vor dem Jahr 2050 neuneinhalb Millionen Menschen, so müssen der Bundesrat und die Bundesversammlung im Rahmen ihrer Zuständigkeiten Massnahmen zur Einhaltung des Grenzwertes treffen, insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug. Das würde unter anderem verhindern, dass der Verkehr in der Schweiz in den nächsten Jahren völlig im Dichtestress erstickt.
Darum geht es bei der Nachhaltigkeits-Initiative
SVP-Nationalrat Thomas Matter ist Mitinitiant der Nachhaltigkeits-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Die Initianten wollen mit ihrem Vorschlag der befürchteten Bevölkerungsexplosion, welche Mieten weiter in die Höhe treibt, die Infrastruktur zunehmend belastet und die Natur zerstört, entgegenwirken.
Die Initiative fordert eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung statt einer ungesteuerten Zuwanderung, keine Überschreitung der 10-Millionen-Marke vor 2050 und ein Ja zum Schutz der Umwelt und dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.
Die Initiative kommt am 14. Juni 2026 an die Urne.
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