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Wie Stadträtin Simone Brander Zürich zur «Autohölle» macht
Finanzdisziplin gilt nicht als Kernkompetenz der Zürcher SP-Stadträtin Simone Brander. Beim Velotunnel am Zürcher HB überschritt Brander die genehmigten Kosten gleich um das Vierfache. Trotzdem darf die bei Linksgrün abgefeierte Brander unzählige, weitere Velo-Luxusprojekte realisieren.
Gäbe es eine Rangliste für Schweizer Politiker, welche Steuergelder besonders heftig verheizen, wäre die Zürcher Stadträtin Simone Brander vermutlich die Nummer 1. Die 2022 gewählte Tiefbaudirektorin der linksgrünen Stadt Zürich ist in ihrem Traumjob angekommen. Sie darf fernab jeglicher Finanzdisziplin ein Velo-Luxusprojekt nach dem anderen realisieren. Kostenüberschreitungen um das Vierfache scheinen für die ausgabefreudige SP-Stadträtin Simone Brander keinerlei Konsequenzen zu haben – in der linksgrün dominierten Stadt Zürich gilt die exzessive Steuergeldvernichtung für velofreundliche Projekte als Garant für eine sichere Wiederwahl.
Robin Hood-artiger Heldenstatus
Simone Branders Einstieg in die Exekutivpolitik gelang mit einer linksgrünen Meisterleistung. Das landesweit bekannt gewordene Velotunnel beim Zürcher Hauptbahnhof blieb jahrelang in der Projektphase stecken, bis es die studierte Umweltnaturwissenschaftlerin persönlich vorantrieb. Tatsächlich scheint die akademische SP-Politikerin äusserst durchsetzungsstark. Bereits 2024 durfte Brand den Velotunnel feierlich einweihen. Das gut 300 Meter lange Teilstück, welches einen nicht mehr benötigten Autotunnel umnutze, kostete schlussendlich 40 Millionen Franken. Brands furiose, vierfache Kostenüberschreitung verlieh ihr bei Linksgrün auf Anhieb einen Robin Hood-artigen Heldenstatus – nach dem Motto «das Geld den reichen Steuerzahlern entziehen und an die Velofahrer umverteilen».
600'000 Franken pro Meter
Seit Eröffnung des sterilen, spärlich benutzten Luxusvelotunnels kostet nun jede einzelne Velodurchfahrt den Steuerzahler mehr als 10 Franken. In bürgerlich regierten Städten mit einem Mindestmass an Finanzdisziplin hätte dieses wahnwitzige Projekt eine politische Karrieren durchaus gefährdet. Nicht so im linksgrünen Zürich. Simone Brander hat sich bereits in ihre nächsten Veloprojekte vertieft. Nun steht die Realisation der Franca-Magnani-Brücke an. Die 530 Meter lange Velo- und Fussgängerbrücke soll über die Bahngleise hinweg den Kreis 4 mit dem Kreis 5 verbinden. Brands Departement budgetiert das neuste «Herzstück der Veloförderung» mit 80 Millionen Franken. Leider muss auch hier mit dem Schlimmsten gerechnet werden: Bei einer nicht auszuschliessenden Kostenüberschreitung um das Vierfache würde ein einziger Brücken-Meter über 600'000 Franken kosten – ein linksgrüner Wahnsinn.
Blankoscheck
Nun hat die SP-Stadträtin Brander mit ihrer velofixierten Verkehrspolitik volle Fahrt aufgenommen. Mittlerweile weiss die schlaue Umweltnaturwissenschaftlerin, dass im Parlament und bei der Stimmbevölkerung zu tief budgetierte Projekte problemlos durchgewunken werden. Am Ende zahlen sowieso die Zürcher Steuerzahler die Rechnung für Frau Branders luxuriöse Denkmäler der Veloförderung. Branders politisches Instrument ist der Verkehrsrichtplan «Netto-Null 2030» zur Erreichung der städtischen Klimaziele im Verkehrsbereich – sozusagen ein Blankoscheck für weitere Projekte: Massive Tempo-30-Ausweitung. Abbau von rund 11'000 Autoparkplätzen. Ein Kredit über 350 Millionen Franken für den Ausbau der Veloinfrastruktur wurde bereits genehmigt. Beispielsweise soll das aktuell 6,3 Kilometer lange Velovorzugsrouten-Netz auf 130 Kilometer ausgebaut werden.
Autohölle Zürich
Als typische SP-Politikerin ist Simone Brander in ihrem gesamten Leben nie mit dem Thema Wertschöpfung in Kontakt gekommen. Nach ihrem Studium der Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich landete sie für 13 Jahre beim Bundesamt für Energie. 2021 wechselte Brander als Fachspezialistin Energiewirtschaft zum Kanton Aargau. 2022 wurde sie dann in den Zürcher Stadtrat gewählt. Jetzt will Brander die linksgrüne Metropole Zürich zielstrebig zur klimaneutralen Stadt umbauen. Resigniert titelt der «Blick» von der «Autohölle Zürich».

Kolumnist und Autor Pentti Aellig ergänzt als erfahrener Autokenner und Publizist das STREETLIFE-Redaktionsteam. Als SVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident politisiert er im Kanton Schaffhausen aktiv mit. Wir weisen darauf hin, dass die Ansichten unserer Kolumnisten nicht mit jenen der STREETLIFE-Redaktion übereinstimmen müssen.
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