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Politik & Wirtschaft •
Zürich kassiert kräftig ab

Wunsch-Kontrollschilder boomen – schon 200’000 Franken im ersten Monat

Kaum gestartet, schon klingelt die Kasse: Der neue Direktverkauf von Nummernschildern brachte dem Kanton Zürich bereits im ersten Monat 200’000 Franken ein. 600 sechsstellige Wunschkennzeichen wechselten im Januar 2026 den Besitzer.

Seit dem 5. Januar 2026 können Nummernschilder im Kanton Zürich nicht mehr nur ersteigert, sondern auch direkt gekauft werden. Angeboten werden ausschliesslich sechsstellige Kennzeichen, deren Preis zwischen 250 und 500 Franken liegt. Ein Angebot, das offensichtlich einen Nerv trifft: Der Kanton nahm allein im ersten Monat 200'000 Franken mit dem Nummernschildverkauf ein.

Hohe Startnachfrage – bald stabile Verhältnisse erwartet

Dass der Januar besonders stark ausfiel, überrascht die Verantwortlichen nicht. «Wir haben im ersten Monat eine sehr hohe Nachfrage verzeichnet», sagt Peter Hotz, Co-Leiter Kommunikation & Entwicklung beim Strassenverkehrsamt Zürich. Gleichzeitig rechne man damit, dass sich die Nachfrage in den kommenden Monaten auf einem konstanten Niveau einpendeln werde.

Bereits kurz nach der Aufschaltung zeigte sich, dass das neue Angebot zum Kassenschlager werden könnte. Denn: Kaum war die neue Plattform des Strassenverkehrsamt Zürich online, waren bereits zahlreiche begehrte Nummernkombinationen wieder vergriffen (STREETLIFE berichtete). Besonders einfache Zahlenfolgen oder visuell schöne Kombinationen erfreuten sich grosser Beliebtheit. Schon am ersten Tag wurden rund 100 Wunschkontrollschilder verkauft.

Zusätzliche Einnahmen neben dem lukrativen Auktionsgeschäft

Während bei Auktionen vor allem besonders tiefe oder exklusive Nummern zu astronomischen Preisen unter den Hammer kommen, richtet sich der Direktverkauf an Autofahrende, die unkompliziert und deutlich günstiger zu einem persönlichen Kennzeichen kommen wollen.

Denn die wirklich begehrten Nummernschilder können an Auktionen mehrere Hunderttausend Franken kosten: Das bisher teuerste Nummernschild «ZH 24» wechselte für unglaubliche 299’000 Franken den Besitzer (STREETLIFE berichtete). Der Direktkauf bietet damit eine attraktive Alternative mit überschaubaren Preisen.

Das sind die teuersten Autoschilder der Schweiz

Auch ausserhalb des Kantons Zürich setzen zahlreiche Kantone seit Jahren auf die Versteigerung begehrter Nummernschilder, um zusätzliche Einnahmen für die Staatskasse zu generieren – mit spektakulären Summen. Laut der Interessengemeinschaft Schweizer Kontrollschilder IGSK gehören folgende Nummern zu den zehn teuersten Schweizer Kontrollschildern, die jemals offiziell verkauft oder versteigert wurden

Rang

Kontrollschild

Preis

Datum

1

ZH 24

299’000 Franken

03.07.2024

2

ZH 11

262’000 Franken

17.12.2025

3

ZG 10

233’000 Franken

14.02.2018

4

ZH 100

226’000 Franken

09.11.2022

5

ZH 50

202’000 Franken

30.08.2023

6

ZH 888

194’000 Franken

22.06.2022

7

SG 4

179’600 Franken

04.05.2022

8

ZH 911

173’600 Franken

14.12.2022

9

VS 1

160’100 Franken

14.03.2017

10

TI 10

135’000 Franken

30.11.2011

Die IGSK weist darauf hin, dass für das Ranking klare Transparenz-Kriterien gelten: «Berücksichtigt werden ausschliesslich Kontrollschilder, die innerhalb eines Jahres nach dem Erwerb tatsächlich an einem Fahrzeug eingelöst wurden. Es fliessen nur jene Schilder in das Ranking ein, die über eine offizielle Stelle verkauft oder versteigert wurden. Dazu zählen Auktionen und Verkäufe durch Kantone, Gemeinden, Strassenverkehrsämter oder im Rahmen einer behördlichen Gant. Private Weiterverkäufe, inoffizielle Deals oder sekundäre Marktplätze bleiben bewusst unberücksichtigt», heisst es auf der Seite des Vereins.

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