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Politik & Wirtschaft •
Weniger Abhängigkeit

Schweizer Autozulieferer stellen sich breiter auf

Die Schweizer Auto-Industrie beschäftigt rund 30'000 Personen und generiert Milliarden Franken an Umsätzen. Doch die über 500 Betriebe versuchen, weniger abhängig vom Auto zu werden.

In den meisten Autos steckt etwas Schweizer Technik. Denn über 500 hiesige Unternehmen, darunter zahlreiche kleinere und mittlere Betriebe, beliefern die Autoindustrie mit Teilen oder Maschinen. Entsprechend stammen 70 Prozent der 12 bis 13 Milliarden Franken Umsatz jährlich aus dem Ausland. Die meisten Abnehmer sitzen in Deutschland oder in Europa.

Doch die europäische Autoindustrie ist unter Druck von der Konkurrenz aus China. Deshalb stellen sich die Schweizer Zuliefererfirmen breiter auf und machen sich weniger abhängig von einzelnen Grosskunden oder Ländern. Eine Studie des Industrieverbandes Swissmem zeigt gemäss SRF, dass sich die Anzahl Kunden in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt hat. Belieferten die Zulieferer im Jahr 2018 noch durchschnittlich zehn Kunden, waren es 2023 schon 18 Kunden.

Weg vom Auto

Während einige Zulieferer einfach mehr Autohersteller beliefern, wagen sich andere auch aus der Branche heraus. Im Fokus stehen dabei die Luftfahrt oder die Medizintechnik. Denn Unternehmen können hochwertige und anspruchsvolle Teile, Maschinen oder Werkzeuge produzieren. Dafür müssen sie allerdings die Produktion anpassen, weil sie für die Autoindustrie auf hohe Stückzahlen ausgelegt ist. Doch in anderen Branchen sind tiefere Stückzahlen gefragt. Deshalb muss die Produktion flexibler werden, um einfacher verschiedene Produkte in unterschiedlichen Mengen zu produzieren.

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