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Putin-Gesetz könnte Auto-Klau in Europa fördern
Ein Gesetzentwurf der russischen Regierung sorgt für Kritik: Künftig könnten Fahrzeuge, die international als gestohlen gemeldet sind, in Russland dennoch zugelassen werden, sofern sie aus sogenannten «unfreundlichen Staaten» wie EU-Ländern und der Schweiz stammen.
Eine heikle Initiative wurde Anfang 2026 vom russischen Innenministerium vorgestellt. Kern der geplanten Änderung ist eine Anpassung der Zulassungsregeln: Autos, die international als gestohlen registriert sind, sollen unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem eine russische Zulassung erhalten können. Voraussetzung wäre, dass das Fahrzeug aus Ländern stammt, die Russland politisch als «unfreundlich» einstuft, darunter zahlreiche EU-Mitgliedstaaten sowie weitere westliche Staaten.
Schutz gutgläubiger Käufer als Begründung
Ziel sei laut Regierung, Käufer zu schützen, die Fahrzeuge gutgläubig erworben haben, ohne von einer internationalen Fahndung zu wissen. Eine bestehende Fahndungsmeldung würde dann nicht mehr automatisch eine Zulassung verhindern.
Als weiteren Grund nennt Moskau fehlende oder verspätete Rückmeldungen europäischer Behörden bei Anfragen zu gestohlenen Fahrzeugen, wodurch Besitzer ihre Autos teils lange nicht legal nutzen könnten.
Umbrüchen auf dem russischen Automarkt
Laut der deutschen Automobil-Zeitschrift Auto Motor Sport steht der Vorstoss zudem im Zusammenhang mit Veränderungen auf dem russischen Automarkt seit den westlichen Sanktionen. Viele internationale Hersteller haben ihre Aktivitäten im Land stark reduziert oder ganz eingestellt. Fahrzeuge gelangen zunehmend über Parallelimporte ins Land.
Europäische Sicherheitsbehörden warnen jedoch, dass eine solche Regelung neue Absatzmärkte für gestohlene Autos schaffen könnte. Ob das Gesetz tatsächlich in Kraft tritt, ist derzeit noch offen.

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