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Wucher an der Gotthard-Tanksäule?

Preisüberwacher prüft Spritpreise im Tessin

An einigen Autobahntankstellen im Tessin – besonders beim Gotthard-Tunnel – kostet ein Liter Sprit bis zu 60 Rappen mehr als im Schweizer Durchschnitt. Nun schaltet sich der Preisüberwacher ein und untersucht, ob die hohen Preise gerechtfertigt sind.

Die Tankpreise entlang der A2 im Tessin sorgen für Diskussionen. Besonders bei den Autobahntankstellen in Stalvedro und Bellinzona müssen Autofahrer deutlich tiefer in die Tasche greifen als an Tankstellen abseits der Autobahn. So kann der Liter Benzin bis zu 60 Rappen mehr kosten. Bei einer Tankfüllung von 40-Litern können so bis zu 20 Franken Mehrkosten anfallen. Darüber berichtet «Schweiz heute» am Montag.

Gemäss dem TCS-Benzinpreisradar kostete letzte Woche ein Liter Bleifrei 95 an der Shell-Autobahntankstelle in Bellinzona 2.49 Franken, während in derselben Stadt aber an einer anderen Tankstelle nur 1.75 Franken pro Liter verlangt wurde.

Preisüberwacher schaltet sich ein

Der Preisüberwacher hat deshalb eine Marktbeobachtung eingeleitet. Geprüft wird unter anderem, ob auf dem regionalen Treibstoffmarkt genügend Wettbewerb herrscht oder ob die hohen Preise auf andere Ursachen zurückzuführen sind. Auslöser war unter anderem die Eröffnung einer neuen Discount-Tankstelle in Bellinzona, nach der ein Konkurrent seine Preise innert kurzer Zeit deutlich senkte.

Sollte die Untersuchung missbräuchlich hohe Preise aufdecken, könnte der Preisüberwacher Preissenkungen anordnen. Hinweise auf Preisabsprachen würden zudem die Wettbewerbskommission WEKO auf den Plan rufen.

Die Betreiber verweisen derweil auf höhere Betriebskosten an Autobahnraststätten. Dazu zählen unter anderem Konzessionsgebühren, gesetzliche Vorgaben und der Rund-um-die-Uhr-Betrieb.

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