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Politik & Wirtschaft •
Nächster Anstieg absehbar

Benzin immer teurer – höchster Wert seit Beginn des Iran-Krieges

Aktuell kostet der Liter Bleifrei 95 an Schweizer Tankstellen im Schnitt satte 1.92 Franken. Das ist der höchste Wert seit Beginn des Iran-Kriegs. Und der Preis könnte weiter deutlich ansteigen. Neben der Strasse von Hormus wird jetzt auch der Rheinpegel zum entscheidenden Faktor.

Der Treibstoff ist in der Schweiz wieder deutlich teurer geworden: Laut Touring Club Schweiz, TCS, kostet der Liter Bleifrei 95 im Schnitt 1.95 Franken, der Liter Diesel gar 2.10 Franken. Dass seit Anfang Juli die Preise wieder in die Höhe schiessen, zeigt auch der Blick auf die Kosten für das Rohöl der Referenzsorte Brent. Hier kostet das Fass am Freitag 100.29 Dollar. Das sind rund 40 Dollar mehr als noch am Monatsanfang. 

Ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung: Mit der erneuten Eskalation im Iran-Konflikt ist die Strasse von Hormus für Transport- und Handelsschiffe erneut zu gefährlich. Und auch die Ausweichroute über saudische Rohöl-Pipelines ist riskant. Am Montag hat die iranfreundliche Huthi-Miliz eine Seeblockade ausgerufen. Jetzt liegen erste Meldungen vor, dass ein saudi-arabischer Tanker im Roten Meer attackiert wurde, schreibt tagesschau.de. Die Miliz selbst spricht von einem zweiten angegriffenen Schiff. 

Bund sieht Rheinpegel als weiteren Risikofaktor

Rund ein Fünftel der Ölimporte gelangt auf dem Wasserweg über den Rhein in die Schweiz. Aktuell führt aber der Rhein wegen der Trockenheit zu wenig Wasser. Die Folge: Tankschiffe können derzeit nicht voll beladen werden, weil sie sonst zu tief im Wasser liegen und auf Grund laufen. Deshalb braucht es mehr Fahrten, was die Preise ebenfalls in die Höhe treibt. 

Für das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung, BWL, ist das in den kommenden Wochen ein wesentlicher Risikofaktor, wie die NZZ schreibt. Kämen weitere Probleme hinzu, wie etwa eine Beeinträchtigung bei Importen auf dem Schienenweg, könnte es beim Benzin und Diesel rasch knapp werden. Für solche Fälle hat die Schweiz mit sogenannten Pflichtlagern für Mineralölprodukte vorgesorgt. Sie reichen bei Benzin und Diesel für viereinhalb Monate. Zuletzt mussten diese Lager 2018 und 2022 geöffnet werden. Der Hauptgrund war damals ebenfalls der tiefe Rheinpegel.

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