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Porsche verkauft Anteile an Bugatti und Rimac
Seit es beim deutschen Autohersteller Porsche kriselt, flackerten diese Gerüchte wiederholt auf. Jetzt ist es offiziell: Porsche zieht sich aus dem Joint Venture Bugatti Rimac zurück. Das schwäbische Unternehmen verkauft alle seine Beteiligungen.
An wen diese gehen, darüber informierte Porsche am Freitag und zwar in Form einer Medienmitteilung. Darin schreibt der schwäbische Sportwagenhersteller, dass er seine Anteile an ein internationales Konsortium unter Führung der New Yorker Investmentfirma HOF Capital verkauft. Die Transaktionsvereinbarungen seien bereits unterzeichnet, der «Vollzug der Transaktion» stehe allerdings «noch unter dem Vorbehalt üblicher Vollzugsbedingungen, unter anderem regulatorischer Freigaben durch die zuständigen Behörden.»
Joint Venture dauerte nur fünf Jahre
Porsche hatte das Joint Venture Bugatti Rimac erst 2021 gemeinsam mit der Rimac Group gegründet. Die Beteiligungsverhältnisse sahen so aus: Porsche besass 45 Prozent von Bugatti Rimac, die Rimac Group 55. Darüber hinaus war der deutsche Autobauer mit 20,6 Prozent an der Rimac Group beteiligt. Nun verkauft Porsche beide Beteiligungen vollständig an das Konsortium.
Die Kontrolle über die Bugatti Rimac Gruppe soll nach dem Vollzug die Rimac Group übernehmen. Damit krallt sich Firmengründer Mate Rimac Bugatti nun ganz. Das hatte der Kroate offenbar schon länger geplant, wie in Medienberichten im vergangenen Jahr mehrfach spekuliert wurde. Die Gerüchte, dass sich Porsche aus dem Joint Venture zurückziehen könnte, wurden seit Herbst 2025 immer lauter. Vor allem als die Krise beim Sportautobauer immer stärker sichtbar wurde. Porsche-Vorstandschef Michael Leiters begründet den Schritt mit einer stärkeren Fokussierung auf das Kerngeschäft.
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