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Neues Bremslicht kommt – aber nicht für alle
Ab Juli müssen neue Autos in der EU mit einem speziellen Notbremslicht ausgerüstet sein. Auch Schweizer Autofahrer werden die blinkenden Bremslichter künftig häufiger sehen.
Wer künftig auf Europas Strassen unterwegs ist, wird eine neue Lichtsignatur immer öfter beobachten: Bei Vollbremsungen blinken die Bremslichter neuer Fahrzeuge automatisch auf. Hintergrund ist eine neue EU-Sicherheitsvorschrift, die ab dem 7. Juli 2026 für neu zugelassene Personenwagen gilt. Das sogenannte adaptive Bremslicht aktiviert sich bei starken Bremsmanövern über 50 km/h und warnt nachfolgende Verkehrsteilnehmer mit einem schnellen Blinksignal.
Ziel ist es, Auffahrunfälle zu verhindern. Studien zeigen, dass das menschliche Auge blinkende Signale schneller wahrnimmt als dauerhaft leuchtende Bremslichter. Die gewonnene Reaktionszeit kann insbesondere auf Autobahnen entscheidende Meter Bremsweg ausmachen.
Betrifft nur Neuzulassungen
Für Schweizer Autofahrer ändert sich zunächst wenig. Die Vorschrift betrifft ausschliesslich neu zugelassene Fahrzeuge. Bereits eingelöste Autos müssen nicht nachgerüstet werden. Dennoch dürfte die Technik auch hierzulande rasch Verbreitung finden. Viele Fahrzeugmodelle werden für den europäischen Markt entwickelt und erfüllen die EU-Vorgaben bereits bei ihrer Auslieferung in die Schweiz.
Das neue Bremslicht ist Teil eines umfassenderen Sicherheitspakets für Neuwagen. Dazu gehören unter anderem moderne Notbremssysteme, Spurhalteassistenten, Müdigkeitswarner sowie Systeme zur Erkennung von Fussgängern und Velofahrern. Die Fahrzeughersteller setzen solche Technologien zunehmend serienmässig ein. Ziel ist es, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren.

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