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Preis-Schock vor Ferien?

Mietwagen immer teurer – mit diesen Tricks kannst du Geld sparen

Wer diesen Sommer in den Ferien ein Mietauto braucht, muss je nach Destination deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Besonders in beliebten Ferienregionen sind die Preise stark gestiegen. Mit den richtigen Tricks lassen sich trotzdem schnell einige Hundert Franken sparen.

# Mietwagen-Schock vor den Sommerferien? Mit diesen Tricks sparen Schweizer Reisende trotzdem

**Wer für die Sommerferien noch ein Mietauto sucht, sollte die Preise genau vergleichen. In beliebten Feriendestinationen kosten Mietwagen teils deutlich mehr als vor einem Jahr. Mit ein paar einfachen Kniffen lassen sich trotzdem schnell 200 bis 300 Franken sparen.**

Wer diesen Sommer auf Ibiza landet und spontan am Mietwagenschalter nach einem Fahrzeug fragt, sollte sich besser vorher setzen. Laut einer aktuellen Auswertung des Vergleichsportals billiger-mietwagen.de kostet ein Mietauto auf der spanischen Insel inzwischen durchschnittlich 61,70 Euro pro Tag. Das sind satte 84,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Auch in anderen beliebten Feriendestinationen greifen die Anbieter kräftiger zu. In Kanada sind die Preise um 38 Prozent gestiegen, in den USA um fast 30 Prozent. Spanien als Ganzes verzeichnet ein Plus von über 25 Prozent. Und wer Island bereisen will, zahlt mit durchschnittlich rund 94 Euro pro Tag europaweit die höchsten Mietwagenpreise überhaupt.

Für viele Schweizerinnen und Schweizer kommt die Entwicklung zur Unzeit. Ab Mitte Juli beginnen in zahlreichen Kantonen die Sommerferien. Tausende zieht es ans Mittelmeer, auf Inseln oder in Regionen, in denen man ohne Auto schnell an Grenzen stösst.

## Warum die Preise plötzlich so stark schwanken

Die Gründe liegen nicht nur bei der allgemeinen Teuerung. Zwar wirken sich höhere Betriebskosten, steigende Löhne und schwankende Treibstoffpreise weiterhin auf die Branche aus. Gleichzeitig kämpfen viele Anbieter noch immer mit den Nachwirkungen der Corona-Jahre.

Damals wurden die Fahrzeugflotten massiv verkleinert. Zwar haben viele Vermieter inzwischen wieder aufgestockt, doch in besonders gefragten Ferienregionen reicht das Angebot während der Hochsaison oft nicht aus. Sobald die Nachfrage steigt, ziehen die Preise an.

Interessant ist dabei: Die Entwicklung verläuft keineswegs überall gleich. Während Feriengäste auf Ibiza oder in Nordamerika deutlich mehr bezahlen, sind Mietwagen in mehreren Ländern günstiger geworden. In Österreich liegen die Preise laut Studie rund 31 Prozent tiefer als vor einem Jahr, in Frankreich fast 16 Prozent. Auch in der Schweiz selbst sind Mietautos günstiger geworden.

Wer bei der Ferienplanung noch flexibel ist, kann allein durch die Wahl des Reiseziels mehrere Hundert Franken Unterschied erleben.

## Das vermeintliche Schnäppchen wird oft erst vor Ort teuer

Viele Reisende achten bei der Buchung vor allem auf den Tagespreis. Genau hier beginnt jedoch die grösste Kostenfalle.

Ein Mietwagen für neun oder zwölf Euro pro Tag klingt zunächst wie ein Ferien-Schnäppchen. Doch am Schalter kommen oft Zusatzkosten dazu. Eine Vollkaskoversicherung, ein zusätzlicher Fahrer, Gebühren für junge Fahrer oder Flughafen-Zuschläge können den Endpreis innert Minuten verdoppeln.

Besonders beliebt bei Vermietern sind teure Versicherungspakete. Wer erst vor Ort abschliesst, bezahlt dafür schnell 15 bis 50 Euro pro Tag. Wird die Versicherung dagegen bereits bei der Online-Buchung gewählt, kostet sie oft nur einen Bruchteil davon.

Wer verschiedene Angebote vergleicht, sollte deshalb nie nur den günstigsten Preis anklicken, sondern immer prüfen, was tatsächlich enthalten ist.

## Die Tankregelung entscheidet oft über 100 Franken

Eine weitere Kostenfalle versteckt sich bei der Treibstoffregelung. Experten empfehlen seit Jahren das sogenannte «Voll-Voll»-Prinzip. Das Auto wird mit vollem Tank übernommen und auch wieder vollgetankt zurückgegeben.

Andere Modelle wirken auf den ersten Blick komfortabler, können aber teuer werden. Manche Anbieter verrechnen den Treibstoff zu deutlich höheren Preisen als an der Tankstelle und schlagen zusätzlich Bearbeitungsgebühren drauf.

Gerade bei Familienferien mit längeren Fahrten kommen so schnell 50 bis 100 Franken unnötige Zusatzkosten zusammen.

## Das Navi aus dem Mietwagen hat ausgedient

Wer heute noch ein Navigationsgerät beim Vermieter mietet, bezahlt oft für Technik von gestern. Viele Anbieter verlangen fünf bis zehn Euro pro Tag für ein eingebautes oder zusätzliches GPS-Gerät.

Bei zwei Ferienwochen summiert sich das rasch auf mehr als 100 Franken. Dabei erledigt das Smartphone denselben Job meist kostenlos. Wer die Karten vor der Abreise herunterlädt, navigiert auch ohne mobiles Internet problemlos durch Portugal, Griechenland oder Sardinien.

## Flughafen bequem – aber nicht immer günstig

Viele Schweizer buchen ihren Mietwagen direkt am Flughafen. Das spart Zeit und Nerven. Allerdings verrechnen manche Anbieter sogenannte Flughafen- oder Premiumgebühren. Diese können bis zu zwölf Prozent des gesamten Mietpreises ausmachen.

Wer bereit ist, ein paar Minuten mit einem Shuttlebus zu fahren, findet ausserhalb des Flughafens teilweise günstigere Angebote. Allerdings lohnt sich auch hier das Rechnen. Was beim Mietpreis gespart wird, geht manchmal durch lange Transfers oder zusätzliche Wartezeiten wieder verloren.

## Früh buchen schlägt Last Minute

Während bei Flügen oder Hotels gelegentlich Last-Minute-Schnäppchen locken, funktioniert diese Strategie bei Mietwagen deutlich schlechter. Besonders auf Inseln oder in beliebten Küstenregionen werden günstige Fahrzeuge gegen Sommer schnell knapp.

Wer bereits einige Wochen oder Monate vor den Ferien reserviert, hat nicht nur die grössere Auswahl, sondern bezahlt häufig auch deutlich weniger. Zudem lassen sich Versicherungen, Kilometerregelungen und Zusatzleistungen in Ruhe vergleichen.

## Nicht das billigste Angebot ist das günstigste

Die wichtigste Regel lautet deshalb: Nicht vom tiefsten Preis blenden lassen.

Ein etwas teureres Angebot mit unbegrenzten Kilometern, fairer Tankregelung und Vollkasko ohne Selbstbehalt ist oft günstiger als das vermeintliche Schnäppchen mit zahlreichen Zusatzkosten. Wer vor der Buchung fünf Minuten länger hinschaut, spart am Ende oft mehr als durch stundenlanges Preisvergleichen.

Für Schweizer Ferienreisende gilt diesen Sommer deshalb mehr denn je: Das günstigste Mietauto findet man nicht unbedingt auf der ersten Suchseite – sondern im Kleingedruckten.
 

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