Zum Hauptinhalt springen

Werbung

News •
Kurz vor Saisonstart

Camping: Wallis schliesst 13 Plätze – Ferien werden gleichzeitig teurer

Kurz vor Beginn der Sommersaison sorgen gleich zwei Entwicklungen für Unruhe bei Camperinnen und Campern: Im Wallis müssen 13 Campingplätze wegen Naturgefahren per sofort schliessen, während gleichzeitig neue Zahlen zeigen, dass Campingferien je nach Region deutlich teurer geworden sind.

Die Temperaturen steigen und der Campingvan wird fit für seine erste Fahrt gemacht. Doch zum Start der neuen Saison müssen sich Camperinnen und Camper auf Veränderungen einstellen. Denn nicht überall stehen die gewohnten Plätze noch zur Verfügung, und günstiger werden die Ferien auch nicht.

Der Kanton Wallis ordnete gemäss SRF die Schliessung von 13 Campingplätzen an. Als Grund geben die Betreiber das erhöhte Risiko durch Überschwemmungen, Lawinen und Steinschlag an. Laut Behörden habe sich die Gefährdungslage in den vergangenen Jahren verschärft. Betroffen sind zwölf Ortschaften, darunter mehrere Plätze im Goms, wo Campinggäste einen wichtigen Teil des Sommertourismus ausmachen.

Für viele Betreiber kommt der Entscheid überraschend. Einige sprechen von Existenzängsten, da Investitionen in Millionenhöhe auf dem Spiel stehen. Gemeinden und Tourismusorganisationen warnen zudem vor spürbaren Einbussen im Sommergeschäft. Ob und wann einzelne Plätze wieder öffnen können, ist derzeit offen.

Preis-Alarm für Camper: Diese Regionen sind besonders teuer

Parallel dazu zeigt ein schweizweiter Vergleich, dass Campingferien auch finanziell anspruchsvoller werden. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind bezahlt in der Sommer-Hochsaison 2026 durchschnittlich 55 Franken pro Nacht. Die Preise stiegen gegenüber dem Vorjahr moderat um drei Prozent. Zwischen der günstigsten und der teuersten Campingregion liegt ein Preisunterschied von bis zu 21 Franken pro Nacht. Das zeigt eine neue Preisanalyse des Campingportals PiNCAMP des TCS.

Deutliche Preisunterschiede innerhalb der Schweiz

Am günstigsten ist Camping in der Genferseeregion mit durchschnittlich 49 Franken pro Nacht. Ebenfalls vergleichsweise preiswert bleibt die Zentralschweiz mit 53 Franken. Am teuersten ist das Tessin mit durchschnittlich 70 Franken pro Nacht.

Laut Oliver Grützner, Campingexperte des TCS, spiegeln die Preise vor allem die hohe Nachfrage wider: «Attraktive Naturregionen, die Nähe zu den Alpen und zahlreiche Seen machen die Schweiz zu einem besonders gefragten Ziel für Campingferien.»

Die aktuellen Schliessungen im Wallis könnten das Angebot zusätzlich verknappen, und damit den regionalen Preisdruck weiter erhöhen.

Werbung