Werbung
Mehr Autos auf Basler Stadtstrassen durch Ausweichverkehr
Die Grossbaustelle auf der Osttangente hat den Autoverkehr in Basel 2025 durcheinandergebracht. Während auf der Autobahn deutlich weniger Autos gezählt wurden, nahm der Verkehr ausgerechnet auf den Stadtstrassen zu.
Basel verzeichnet im Verkehrsjahr 2025 ein deutliches Ungleichgewicht in der Entwicklung des motorisierten Verkehrs. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt.
Auf den Autobahnen im Kantonsgebiet ging der Autoverkehr gegenüber dem Vorjahr markant um 19 Prozentpunkte zurück. Auslöser für den Rückgang ist die Baustelle des Bundes auf der Osttangente. Da ein Teil des Verkehrs auf die Stadtstrassen auswich, nahm der Autoverkehr hier im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte zu.
Trotz der lokalen Zunahme bleibt der motorisierte Verkehr insgesamt unter dem Niveau von 2019. Das gesetzliche Ziel, keine Zunahme gegenüber dem Referenzjahr zuzulassen, wird damit weiterhin erfüllt.
Strukturelle Zielkonflikte im Verkehr
Kritischer fällt jedoch der Blick auf die längerfristigen Entwicklungen aus: Die verkehrs- und klimapolitischen Zielsetzungen des Kantons geraten zunehmend unter Druck. Insbesondere die Vorgabe, den motorisierten Individualverkehr bis 2037 deutlich zu senken, erscheint angesichts der aktuellen Dynamik im Stadtverkehr schwer erreichbar, solange strukturelle Ausweichverkehre bestehen bleiben.
Auch der Anteil umweltschonender Fahrzeuge wächst nur sehr langsam. Der Trend zu grösseren und schwereren Autos setzt sich fort, während der Anteil nachhaltiger Fahrzeuge kaum zunimmt

Hast du etwas beobachtet?
Werbung




