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CX-5 im Schnell-Check

Mazdas Bestseller ist ein SUV-Schnäppchen für Familien

Das lange Warten hat ein Ende: Nach zehn Jahren ersetzt Mazda seinen Familien-SUV CX-5 – und die dritte Auflage überrascht. Denn es bleibt beim Benzinantrieb. Der Schnell-Check von STREETLIFE zeigt, worauf sich Familien im neuen Mazda-Bestseller freuen können.

Paparazzi-Faktor

Zugegeben, den neuen Mazda CX-5 auf den ersten Blick vom Vorgänger zu unterscheiden, braucht Übung. Das Tagfahrlicht ist anders und die Neuauflage hat eine freche Finne in den vorderen Türen. Neben diesen optischen Spielereien verfügt die dritte Auflage des Familien-SUV aber auch über weniger auffällige Design-Änderungen, die aber spürbare Auswirkungen für die Insassen haben. Weil der CX-5 11 Zentimeter länger wurde, sind auch die hinteren Türen grösser. Zusammen mit der nicht mehr ansteigenden Fensterlinie kommt mehr Licht in den Fond und der Nachwuchs sieht von den Rücksitzen besser nach draussen.

Als optische Evolution seiner Vorgänger hebt sich der neue CX-5 stark von den anderen SUV CX-60 und CX-80 ab, die deutlich bulliger auftreten. Der CX-5 hat beim Design mehr Gemeinsamkeiten mit dem neuen und elektrischen CX-6e, dessen Auftritt eine futuristische Interpretation des Familien-SUVs ist. Bei Mazda ist also für jeden Geschmack der richtige SUV-Typ dabei: elegant, bullig oder futuristisch.

Harassen-Faktor

Der Längenzuwachs von elf Zentimetern gegenüber dem Vorgänger sorgt nicht nur für mehr Licht im Fond, sondern auch für mehr Platz auf den Rücksitzen. Damit können sich auch Erwachsene im Fond strecken, während er für den Nachwuchs schon fast zur Turnhalle wird. Besonders praktisch ist, dass sich die Fondtüren beinahe bis zu einem Winkel von 90 Grad öffnen lassen. Das erleichtert den Eltern den Zugang zu den Rücksitzen, sei es, um Kindersitze einzubauen, die Kinder anzuschnallen, oder die Sitze nach dem letzten Glace-Unfall zu putzen.

Zu einem richtigen Familien-SUV gehört natürlich auch ein geräumiger Kofferraum. Mit 583 bis 2019 Litern Ladevolumen bietet der CX-5 genügend Platz für alle Extras, die mit einer Familie und Kindern einhergehen.

Nerd-Faktor

Im Cockpit geht Mazda mit der Zeit. Der Touchscreen wächst im Vergleich zum Vorgängermodell und sorgt für eine einfache und intuitive Bedienung. Das Infotainment-System könnte etwas schneller aufstarten, aber wenn es einmal läuft, reagiert es zügig auf Eingaben. Dazu gibt es digitale Instrumente und ein Head-up-Display.

Weniger familienfreundlich sind die ständigen Warntöne der obligatorischen Assistenzsysteme. Kurz 51 statt 50 km/h fahren. Piep! Kurz den Ehemann auf dem Beifahrersitz angeschaut. Piep! Etwas zu nahe an die Mittellinie gekommen. Piep! Bei dem ständigen Gepiepse ist beim Nachwuchs auf den Rücksitzen nicht an Schlaf zu denken, oder er fängt im schlimmsten Fall gar an zu weinen. Hier kommt Mazda den Eltern entgegen. Mit einem Knopf links vom Lenkrad lässt sich der Tempowarner schnell und einfach abschalten, damit die Kleinen weiter schlummern.

Monza-Faktor

Mazda hält bewusst am Konzept des Saugmotors fest und verzichtet auf einen Turbo. Damit will der japanische Hersteller eine «lineare Gasannahme ohne Verzögerung» sicherstellen, schreibt Mazda in der Medienmitteilung. Im Vergleich zur Konkurrenz mit Turbomotoren hat der CX-5 deshalb auf dem Papier etwas weniger Leistung. Aber die 141 PS und 238 Nm des 2,5-Liter-Motors reichen und machen den Saugmotor zum fast perfekten Familienfreund. Mit seiner tatsächlich linearen Gasannahme und dem optimal abgestimmten Getriebe fahren wir sanft und ohne Ruckeln los, weil die Leistung konstant steigt.

Ein Nachteil ist, dass wir den Motor höher drehen müssen, um die volle Power zu erreichen. Dafür sind weniger Schaltvorgänge nötig, was für mehr Fahrkomfort sorgt, als durch den manchmal zu präsenten Vierzylinder verloren geht. 

Planeten-Rettungs-Faktor

Diese gute Bewertung gibt es vor allem, weil sich das Hochdrehen des Motors nicht negativ auf den Verbrauch auswirkt. Der Testverbrauch liegt mit 7,3 Litern auf 100 Kilometern knapp unter der Werksangabe von 7,4 Litern. Ein guter Wert für einen Mittelklasse-SUV mit Allradantrieb – und es geht noch sparsamer: in einer Testfahrt begnügte er sich sogar mit nur 6,5 Litern. Beim Verbrauch profitiert der CX-5 auch vom Mildhybridsystem und von seinem geringen Leergewicht von nicht einmal 1,7 Tonnen. Beides reduziert den Verbrauch.

Check-Bilanz

Der CX-5 ist und bleibt die erste Wahl unter den Mazda-Modellen für Familien. Er bietet viel Platz für den Nachwuchs und alles drumherum, vom Lieblings-Plüschtier über den Spielball bis hin zum Kinderwagen. Während die Eltern vorne nicht nur in einem modernen, sondern auch in einem schicken Cockpit alles im Blick haben. 

Der grösste Vorteil des CX-5 war aber schon immer sein Preis, und dem bleibt Mazda auch in der dritten Auflage treu. Ab 45'300 Franken gibt es einen erschwinglichen Familien-SUV. Der Testwagen in der mittleren Ausstattung kostet 46'391 Franken. Er ist auf dem neusten Stand der Technik und bietet erst noch Eleganz und Komfort.

Mazda CX-5 e-Skyactive G AWD «Exclusive-Line»: Fakten

  • Antrieb: 2.5-l-R4-Saugbenziner mit 141 PS (104 kW), 238 Nm@4500-5000/min
  • Antrieb: 6-Gang-Automatik, 4x4
  • Fahrleistung: 0-100 km/h in 10,9 s, Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
  • Verbrauch: Werk / Test: 7,4 / 7,3 l/100 km, 168 / 167 g CO₂/km, Energieeffizienz G
  • Masse: Länge/Breite/Höhe: 4,69 m / 1,86 m / 1,70 m
  • Laderaum: Kofferraum 583-2019 l
  • Gewichte: Leergewicht: 1671 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst: 2000 / 750 kg
  • Preis: ab 45’300 Fr., Testwagen mit Extras (Metallic Lackierung 800 Fr., Teppichsatz «Luxury» 156 Fr., Kofferraumwanne 135 Fr.) 46’391 Fr. (Basis: Benzin, Vierzylinder, 141 PS, Front: 38’800 Fr.)

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