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In Italien musst du jetzt eine Wegfahrsperre im Auto haben
Italien geht immer strenger gegen Verkehrsdelikte im Land vor. Seit Ende Februar müssen Alkoholsünder eine Wegfahrsperre in ihr Fahrzeug einbauen lassen – Touristen nicht ausgeschlossen.
Rund 2000 Euro soll der sogenannte Alkolock in Italien kosten. Diesen müssen neu alle Alkoholsünder im Fahrzeug installiert haben, die in Italien verurteilt wurden. So muss ein solches Gerät bei einem Vergehen mit 0,8 Promille für zwei Jahre, bei einem Vergehen mit 1,5 Promille sogar für drei Jahre mitgeführt werden.
Die neue Verordnung ist unabhängig von der Nationalität und gilt somit nicht nur für italienische Staatsbürger. Auch Touristen, die mit dem Auto in Italien unterwegs sind und in der Vergangenheit wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt wurden, benötigen ein solches Gerät in ihrem Fahrzeug. Italien verlangt zudem, dass nur autorisierte Werkstätten den Einbau der Gerätschaften vornehmen dürfen. Auch die Marke der Geräte werde vom Staat vorgeschrieben.
Alkolock europaweit verbreitet
Italien ist nicht das erste Land, welches mit Alkolocks arbeitet. Auch andere europäische Länder wie etwa Finnland setzen auf die Wegfahrsperre. So können fehlbare Automobilisten ihren Führerscheinentzug verkürzen, wenn sie die Installation des Geräts im Auto vornehmen lassen.
Wie eine Studie aus Finnland zeigt, ist die Massnahme sehr erfolgreich. So liege die Rückfallquote in Finnland gemäss dem Transport Safety Council bei lediglich 5,7 Prozent. Die Rückfallquote bei Trunkenheitsfahrten liege normalerweise bei 30 Prozent.
Dennoch ist die Massnahme nicht einfach umzusetzen. Wie die «Zeit» in einem Artikel schreibt, ist es in vielen älteren Fahrzeugen technisch gar nicht möglich, die geforderte Wegfahrsperre einzubauen. Denn ein Fünftel der zugelassenen Autos im Land sind mehr als 20 Jahre alt und dürften gar nicht umrüstbar sein.
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