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Total verrückt! •
Hohe Sprit-Preise

Fiese Sprit-Diebe pumpen deinen Tank aus

In Süddeutschland kam es in den vergangenen Wochen zu mehreren Treibstoff-Diebstählen. Dreiste Diebe zapften den Sprit dabei direkt aus den Tanks von Lastwagen und Baustellenfahrzeugen ab. Auch nahe der Schweizer Grenze kam es zu Fällen. Treiben die Sprit-Diebe bald auch bei uns ihr Unwesen? Die Polizei klärt auf.

So viel kostete Sprit schon lange nicht mehr. Doch für einmal sind die Preise in der Schweiz günstiger als in Deutschland: Grenznahe Deutsche fahren sogar extra in die Schweiz, um zu tanken (STREETLIFE berichtete).

In Grenznähe: Mehrere tausend Liter Diesel geklaut

Doch nicht alle bleiben beim legalen Weg: In den vergangenen Wochen kam es im Süddeutschen Raum zu mehreren Treibstoff-Diebstählen. Besonders dreist: Die Diebe zapfen dabei direkt die Tanks von Lastwagen und Baustellenfahrzeugen an. Sie knacken die Tankschlösser und saugen dann den Treibstoff ab. So zum Beispiel in Ravensburg: Mitte März knackten Unbekannte bei einem Dutzend Fahrzeugen die Tanks und stahlen mehrere Tausend Liter Diesel.  

Sprit-Diebe bald auch in der Schweiz?

Weit entfernt von der Schweizer Grenze ist das nicht. Ravensburg liegt auf der anderen Seite des Bodensees, rund eine Fahrstunde von Kreuzlingen im Kanton Thurgau entfernt. Haben es die Diebe also bald auch auf Schweizer Tanks abgesehen? Die Polizei gibt vorerst Entwarnung. Eine kurze Umfrage von STREETLIFE zeigt: Momentan sind in der Schweiz keine Tank-Abzapfer unterwegs. «In den letzten Monaten gab es keine solchen Fälle bei uns», sagt die Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage.

So wird in der Schweiz Treibstoff geklaut

Auch weitere Polizeikorps wie die Kantonspolizeien St.Gallen und Aargau oder die Stadtpolizei Zürich bestätigen: Diebstähle direkt aus dem Tank sind in der Schweiz selten. Bei der Stadtpolizei Zürich gab es in den letzten fünf Jahren nur eine Anzeige: Im Jahr 2023 wurde dabei Treibstoff ab einem Motorkarren auf einer Baustelle geklaut. Was hingegen viel häufiger vorkommt: In der Schweiz werden jährlich rund 70'000 Fälle gemeldet, bei denen Autofahrende nach dem Tanken ohne zu bezahlen davonfahren. Allein in der Stadt Zürich gab es 2024 rund 60 Fälle, 70 im Jahr 2025 «und im laufenden Jahr sind es fünf», so die Stadtpolizei Zürich. Viele Treibstoffdiebstähle geschehen unabsichtlich, doch manchmal sind sie auch Teil eines fiesen Systems (STREETLIFE berichtete).

Schutz vor Treibstoff-Diebstahl – das rät die Polizei

Um sich vor Tank-Diebstählen zu schützen, raten Schweizer Polizeikorps zu folgenden Massnahmen

  • Verschlusskontrolle: Überprüfen, ob Türen und Tankdeckel wirklich verriegelt sind.
  • Sicherung am Fahrzeug: Einbau von speziellen Tankverschlüssen mit Schloss oder Sieben, die das Einführen von Schläuchen verhindern.
  • Abstellort: Fahrzeuge an gut beleuchteten, belebten Orten oder in verschlossenen Garagen parken.
  • Überwachung bei gewerblicher Nutzung: Einsatz von GPS-Ortung und Kraftstoffsensoren, die bei plötzlichem Abfall des Tankinhalts Alarm schlagen.
  • Wachsamkeit: Beim Ein-/Ausfahren aus Tiefgaragen warten, bis das Tor vollständig geschlossen ist, um Unbefugten den Zugang zu verwehren.

Wie die Bild berichtete, rät die Deutsche Polizei gar dazu, die Fahrzeuge so zu parken, dass kein Zugang möglich ist, zum Beispiel an Wänden oder Säulen.

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