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Politik & Wirtschaft •
Lenken wir bald nur noch?

EU will Tempo im Auto vorschreiben

Die EU will unsere Autos ausbremsen. Neuwagen sollen mit einer Technik ausgerüstet werden, welche die Leistung in Zonen mit niedrigem Tempo reduziert.

Wenn es nach der EU geht, entscheiden Autolenkende bald nicht mehr selber, wie schnell sie fahren. Die EU-Kommission prüft eine neue Technik, welche Neuwagen mittels Satellit, Mobilfunk und Verkehrszeichenerkennung ausbremst. Das System soll Zonen mit niedrigem Tempo erkennen und automatisch die Leistung reduzieren, schreibt Autobild mit Bezug auf britische Quellen.

Die Person am Steuer könnte das System zwar kurzzeitig übersteuern, beispielsweise um auszuweichen oder zu überholen, aber dauerhaft könnte man nicht mehr schneller als erlaubt fahren. Es wäre ein massiver Ausbau des intelligenten Geschwindigkeitsassistenten ISA, der heute schon in Neuwagen obligatorisch ist und warnt, wenn man das Tempolimit überschreitet. Die geplante EU-Tempobremse wäre genau die Art von staatlicher Kontrolle, welche die ISA-Kritiker als nächsten Schritt befürchtet hatten. Abgesehen davon funktioniert die Geschwindigkeitserkennung weiterhin nicht zuverlässig. Laut Studien wird das Tempo in jedem vierten Fall nicht korrekt erkannt.

Keine Bussen mehr?

Laut der EU-Kommission handelt es sich bei der neuen Tempobremse nur um erste Gedankenspiele. Die Gespräche darüber befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium. Kritik gibt es allerdings schon. So befürchten Sicherheitsexperten, dass solche Systeme allfällig für Hackerangriffe wären und unsere Autos kontrolliert werden könnten. Offen ist auch, wie die Mitgliedstaaten der EU darüber denken. Denn wenn die Lenkenden nicht mehr zu schnell fahren können, würde ihnen ohne Geschwindigkeitsbussen eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen.

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