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Verkehr •
Pneu, Versicherung, Service

Diese 7 Auto-Fehler kosten unnötig viel Geld

Treibstoff, Reifen, Versicherung und Service: Autofahren geht in der Schweiz ganz schön ans Geld. Doch oft sind es nicht die grossen Rechnungen, die sich vermeiden liessen, sondern kleine Fehler im Alltag. Wer diese sieben Kostenfallen kennt, schont das Portemonnaie.

Einmal kurz an der Tankstelle vorbeifahren, die Dachbox nach den Ferien noch ein paar Wochen montiert lassen oder den Reifendruck seit Monaten nicht kontrollieren: Klingt harmlos, kann aber ins Geld gehen. Laut dem Touring Club Schweiz (TCS) kostet ein Auto im Durchschnitt mehrere Tausend Franken pro Jahr – je nach Modell, Fahrleistung und Nutzung sogar deutlich über 10'000 Franken.

Nicht alle Autokosten lassen sich beeinflussen. Bei vielen Ausgaben hast du aber mehr Spielraum, als du vielleicht denkst. Diese sieben Fehler solltest du vermeiden.

1. Mit zu wenig Luft in den Pneus herumfahren

Der Reifendruck ist schnell kontrolliert – wird im Alltag aber gerne vergessen. Dabei lohnt sich der kurze Stopp an der Luftdruckstation: Sind die Pneus zu wenig aufgepumpt, steigt der Rollwiderstand. Der Motor muss mehr leisten, und das Auto verbraucht mehr Energie. Gleichzeitig verschleissen die Reifen stärker, und das Fahrverhalten kann leiden. Laut TCS kann ein um 0,5 bar zu tiefer Reifendruck den Treibstoffverbrauch um bis zu sechs Prozent erhöhen. Wie viel das ausmacht, hängt vom Auto und vom Fahrprofil ab.

Der STREETLIFE-Spartipp: Kontrolliere den Reifendruck ungefähr einmal pro Monat und vor längeren Fahrten. Die Angaben des Herstellers findest du meist im Türrahmen, an der Tankklappe oder in der Betriebsanleitung. Miss den Druck möglichst bei kalten Pneus.

2. Die Dachbox bleibt auch nach den Ferien montiert

Die Ferien sind vorbei, die Dachbox bleibt trotzdem auf dem Auto. Schliesslich stört sie ja nicht. Zumindest nicht im Alltag – beim Verbrauch sieht das anders aus.

Dachboxen und Träger erhöhen den Luftwiderstand, besonders bei höheren Geschwindigkeiten. Das Auto braucht dadurch mehr Energie, um das Tempo zu halten. Auch unnötiges Gewicht im Kofferraum kostet Energie, wenn auch meist weniger als zusätzlicher Luftwiderstand bei Autobahnfahrten.

Wie stark der Mehrverbrauch ausfällt, hängt von Fahrzeug, Geschwindigkeit und Aufbau ab. Eine pauschale Zahl für alle Autos gibt es nicht. Klar ist aber: Wer das Zubehör nicht benötigt, fährt ohne meist effizienter.

Der STREETLIFE-Spartipp: Nimm Dachbox, Skiträger oder Veloträger nach dem Einsatz wieder ab. Und räume den Kofferraum aus: Getränkekisten, Werkzeug und Sportausrüstung müssen nicht dauerhaft mitfahren.


3. Fahren wie auf einer Rennstrecke

Stark beschleunigen, spät bremsen und an der nächsten Ampel wieder Vollgas geben: Das macht vielleicht Spass, ist aber keine besonders günstige Fahrweise. Häufiges Beschleunigen und Abbremsen kostet Energie – und belastet zusätzlich Bremsen und Reifen.

Gerade auf Schweizer Strassen mit Ortsdurchfahrten, Kreiseln, Steigungen und dichtem Verkehr lohnt sich vorausschauendes Fahren. Wer früh vom Gas geht, genügend Abstand hält und das Tempo möglichst gleichmässig hält, kann den Verbrauch senken. Auf der Autobahn hilft ein passendes, konstantes Tempo ebenfalls.

Das bedeutet nicht, dass du zum Verkehrshindernis werden sollst. Es geht darum, unnötige Beschleunigungsmanöver zu vermeiden und den Verkehr frühzeitig zu lesen.

Der STREETLIFE-Spartipp: Vorausschauend fahren, mit Mass beschleunigen und – wo sinnvoll und sicher – den Tempomaten nutzen. Das spart Energie und macht die Fahrt entspannter.

4. Den Service immer weiter aufschieben

«Das Auto läuft doch noch.» Ein Satz, der teuer werden kann. Wer Wartungsarbeiten zu lange hinauszögert, riskiert, dass aus einem kleinen Problem ein grösserer Schaden wird. Verschlissene Bremsen, alte Betriebsstoffe oder unentdeckte Defekte verschwinden nicht von selbst.

Natürlich muss nicht jede vorsorglich empfohlene Zusatzleistung sofort ausgeführt werden. Entscheidend ist, zwischen notwendigen Arbeiten und optionalen Angeboten zu unterscheiden. Ein Blick in den Wartungsplan und eine verständliche Offerte helfen dabei.

Auch ein Preisvergleich kann sich lohnen: Die Kosten für Servicearbeiten und Reparaturen unterscheiden sich je nach Garage, Fahrzeug und Aufwand teilweise deutlich.

Der STREETLIFE-Spartipp: Halte die vorgeschriebenen Wartungsintervalle ein und lass dir erklären, welche Arbeiten tatsächlich anstehen. Bei grösseren Reparaturen lohnt sich eine zweite Offerte. Wer Wartung mit Sparen verwechselt und einfach alles aufschiebt, spart unter Umständen am falschen Ort.

5. Die Autoversicherung nie überprüfen

Die Versicherung wird einmal abgeschlossen – und danach jahrelang nicht mehr angeschaut. Dabei kann sich ein Vergleich lohnen. Prämien hängen unter anderem vom Fahrzeug, dem Wohnort, dem Fahrprofil und der gewählten Deckung ab. Auch die persönlichen Vertragsbedingungen spielen eine Rolle.

In der Schweiz ist die Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung obligatorisch. Teilkasko und Vollkasko sind dagegen grundsätzlich freiwillig, können bei einem Leasingvertrag aber vorgeschrieben sein. Wer eine umfassendere Deckung abgeschlossen hat, sollte deshalb regelmässig prüfen, ob sie noch zum Fahrzeug und zur eigenen Situation passt.

Ein Wechsel ist allerdings nicht automatisch günstiger: Selbstbehalt, Leistungen und Vertragsbedingungen müssen ebenfalls verglichen werden. Wer nur auf die tiefste Prämie schaut, spart vielleicht am falschen Ende.

Der STREETLIFE-Spartipp: Vergleiche die Offerten verschiedener Anbieter und achte darauf, dass du tatsächlich dieselben Leistungen vergleichst. Prüfe auch die Kündigungsfristen deines bestehenden Vertrags, bevor du wechselst.

6. Immer an der erstbesten Tankstelle tanken

Der Tank ist fast leer, also wird eben dort angehalten, wo es gerade passt. Das ist bequem – aber nicht unbedingt günstig. Die Treibstoffpreise können sich selbst innerhalb einer Region unterscheiden.

Wer regelmässig tankt, kann über die Zeit durchaus etwas sparen, wenn er die Preise vergleicht. Dafür muss man allerdings nicht quer durchs Land fahren. Ein grosser Umweg zur vermeintlich billigsten Tankstelle kann den Preisvorteil schnell zunichtemachen. Auch der Fahrstil spielt eine Rolle: Hohe Geschwindigkeiten, häufiges Beschleunigen und unnötiger Ballast erhöhen den Verbrauch. Wer sparsamer fährt, muss entsprechend seltener tanken.

Der STREETLIFE-Spartipp: Vergleiche die Preise entlang deiner üblichen Route und tanke dort, wo es ohnehin sinnvoll ist. Vermeide grosse Umwege für wenige Rappen pro Liter – und nutze die Gelegenheit, gleich den Reifendruck zu kontrollieren.

7. Nur auf die monatliche Leasingrate schauen

Ein Auto für 199 Franken im Monat? Klingt verlockend. Doch die Rate ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen je nach Vertrag und Fahrzeug Versicherung, Treibstoff oder Strom, Verkehrssteuer, Service, Reifen, Parkgebühren und Wertverlust. Auch eine mögliche Schlusszahlung oder weitere Vertragsbedingungen können ins Gewicht fallen.

Der TCS rechnet bei einem durchschnittlichen Personenwagen mit Gesamtkosten von über 10'000 Franken pro Jahr. Wie hoch die eigenen Kosten ausfallen, hängt stark vom Fahrzeug und der Nutzung ab. Wer nur die Monatsrate anschaut, unterschätzt deshalb schnell, was das Auto tatsächlich kostet. Ein günstiges Angebot kann am Ende teurer sein als ein Fahrzeug mit einer höheren Rate, aber tieferen laufenden Kosten.

Der STREETLIFE-Spartipp: Rechne vor dem Kauf oder Leasing die gesamten Kosten durch. Berücksichtige dabei auch, wie viele Kilometer du pro Jahr fährst und wie lange du das Auto behalten willst. So vergleichst du nicht nur Monatsraten, sondern die tatsächlichen Kosten.

Kosten sind mit dem Kauf nicht erledigt

Der grösste Fehler ist, die Gesamtkosten überhaupt nicht im Blick zu haben. Denn das Auto kostet nicht nur beim Kauf – sondern jeden Tag, an dem es vor der Haustür steht oder auf der Strasse unterwegs ist.

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