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Crash und Schüsse auf der A1 – Täter aus Frankreich nach Flucht gefasst
In Widnau schlagen Autodiebe erneut zu: Zwei Luxus-BMW gestohlen, dann Flucht über mehrere Kantone – die Verfolgungsjagd endet mit Unfällen und drei Festnahmen. Wieder stammen die jungen Täter aus Frankreich.
Frühmorgens um 6.30 Uhr geht heute bei der Kapo St. Gallen die Meldung ein: Einbruch in eine Autogarage in Widnau SG. Wenig später ist klar – jugendliche Täter haben erneut zugeschlagen, und wieder haben sie es auf teure Fahrzeuge abgesehen.
Mit einem zuvor gestohlenen Lieferwagen reisen sie an, brechen in den Betrieb ein und greifen gezielt zu: Sie verschwinden mit zwei Luxus-SUVs – einem BMW X6 und einem BMW X7. Noch vor der Flucht montieren sie gestohlene Kontrollschilder und fahren auf die Autobahn.
Wildwest-Szenen auf der A1
Was folgt, ist eine Verfolgungsjagd quer durch die Ostschweiz. Auf der A1 in Richtung Zürich durchbrechen die Flüchtenden bei Wil SG eine Polizeisperre. Ein Polizist wird bei einer Streifkollision leicht verletzt, zudem fällt ein Schuss – getroffen wird niemand.
Die Täter rasen weiter. Höhe Matzingen TG kommt es zur nächsten Kollision mit unbeteiligten Fahrzeugen. Erst eine koordinierte Aktion mehrerer Polizeikorps bringt die Flucht ins Stocken.
Bei Hagenbuch ZH wird einer der BMW gestoppt. Der Fahrer versucht noch, durch einen Wildschutzzaun zu brechen – ohne Erfolg. Er wird festgenommen. Kurz darauf endet auch die zweite Flucht im Aargau: Bei Frick AG verunfallt der BMW X7. Zwei weitere Täter werden festgenommen, einer davon nach kurzer Flucht zu Fuss.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei junge Männer: einen 16-jähriger Marokkaner sowie zwei 19-Jährige, mutmasslich aus Frankreich.
Der Fall zeigt ein bekanntes Muster: Einbruch in Garagen, gezielter Zugriff auf Schlüssel, Flucht über Autobahnen. Immer wieder reisen junge Täter aus dem Ausland ein und verschwinden nach den Diebstählen möglichst schnell wieder über die Grenze. Die Ermittlungen laufen.

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