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Fakten •
Verkaufszahlen nach Kantonen

Breiter Röstigraben bei der Elektromobilität

Die Elektromobilität ist der Sonnenstrahl am düsteren Horizont der Neuwagenverkäufe 2025. Allerdings nicht in allen Kantonen. Ein Blick in die Verkaufsstatistik zeigt: Die Elektromobilität spaltet die Schweiz genau beim Röstigraben. STREETLIFE weiss, welche Kantone besonders elektrisch fahren und wo die Einwohner noch zurückhaltend sind.

Elektroautos sind bei den Schweizer Autovermietungen nicht beliebt. Das zeigt die Schweizer Verkaufsstatistik für Neuwagen. Denn der Kanton Appenzell Innerrhoden, in welchem die meisten Mietautos zugelassen sind, liegt bei der Elektromobilität mit Abstand an letzter Stelle. Nur 6 Prozent aller im letzten Jahr im Kanton Appenzell Innerrhoden eingelösten Autos fahren elektrisch. An zweitletzter Stelle liegt der Kanton Tessin, wo der E-Anteil mit 12,2 Prozent schon doppelt so gross ist.

Romandie will keine E-Autos

Weiter lehnen auch die Westschweizer Elektroautos vorerst ab. In allen französischsprachigen Kantonen liegt der Elektroanteil unter dem Schweizer Durchschnitt und ausser im Wallis sogar unter 20 Prozent. Das heisst, in der Romandie fuhr letztes Jahr nicht einmal jeder fünfte Neuwagen elektrisch.

Damit enthüllt die Verkaufsstatistik einen breiten Röstigraben, denn in der Deutschschweiz ist die Elektromobilität schon deutlich akzeptierter. Selbst die Bergkantone Schwyz, Ob- und Nidwalden, Glarus, Graubünden und Uri liegen über dem Schweizer Durchschnitt von 22,8 Prozent rein elektrischer Neuwagen. Damit sind selbst die ländlichen Deutschschweizer Kantone elektrischer unterwegs als die Westschweiz.

Städter fahren elektrisch

An der Spitze stehen eher städtisch geprägte Kantone. So liegt St. Gallen mit 27,41 Prozent E-Anteil auf Platz 3. Der zweite Platz geht an den Kanton Solothurn mit 29,1 Prozent. Unangefochten an der Spitze mit fast 31 Prozent elektrischer Neuwagen liegt der Kanton Zürich.

Nur Bern (24,4 %) und vor allem Basel-Stadt (24,1 %) überraschen mit verhältnismässig tiefen Elektroanteilen. Während es sich bei Bern noch durch die Verteilung zwischen Land und Stadt erklären lässt, überrascht es beim Stadtkanton Basel hingegen. Allerdings handelt es sich bei beiden auch um Grenzkantone zwischen der West- und Deutschschweiz, was die Elektroverkäufe ebenfalls drücken dürfte. Und im Gegensatz zu anderen Deutschschweizer Kantonen liegt der Elektroanteil in Basel-Stadt deutlich höher als der Benzinanteil von 21,8 Prozent.

Hybrid an der Spitze

Nur die Deutschschweizer Kantone Uri, Obwalden und Bern haben mehr Benziner verkauft als Elektroautos. Diese scheinen sich in Bergregionen weiterhin grosser Beliebtheit zu erfreuen. Trotzdem sind weder Benzin- noch Elektroautos die beliebtesten Fahrzeuge der Schweiz. Mit 46,5 Prozent wird der Hybridantrieb am meisten gekauft, weil die Hersteller die meisten ihrer Fahrzeuge heute mit einem Mildhybrid-System ausstatten.

Elektro-Anteil an den Neuwagenverkäufen nach Kanton

Zürich 30,94 %

Solothurn 29,11 %

St. Gallen 27,41 %

Luzern 27,17 %

Basel-Landschaft 26,93 %

Aargau 26,85 %

Thurgau 26,58 %

Appenzell Ausserrhoden 26,24 %

Zug 25,77 %

Schaffhausen 25,73 %

Graubünden 25,48 %

Glarus 25,95 %

Uri 24,80 %

Obwalden 24,71 %

Nidwalden 24,47 %

Bern 24,44 %

Basel-Stadt 24,10 %

Schwyz 23,78 %

Schweiz 22,79 %

Wallis 20,11 %

Freiburg 19,32 %

Waadt 18,77 %

Neuenburg 17,41 %

Jura 16,62 %

Genf 13,67 %

Tessin 12,18 %

Appenzell Innerrhoden 6,01 %

Quelle: Neuzulassung 2025, Bundesamt für Strassen ASTRA

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