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Politik & Wirtschaft •
Klimapolitischer Populismus

Auto, Vehikel des Rechtsextremismus?

Beim klimapolitischen Verein «Umverkehr» erreicht der populistische Kampf gegen den Individualverkehr Next Level. Bei einem Themenabend fragen sich die linksgrünen Vereinsmitglieder ernsthaft, ob Autos die Vehikel des Rechtsextremismus seien.

Wenn es um das Thema Auto geht, liegen die Nerven zunehmend blank. Auf der einen Seite terrorisieren linksgrüne Extremisten den Individualverkehr. Und auf der anderen Seite versuchen bürgerlich orientierte Politiker, die autofahrende Normalbevölkerung in Schutz zu nehmen. Dabei nimmt die Polarisierung zu. Gutes Beispiel ist der Verein «Umverkehr». Ziel der klimapolitisch motivierten Gruppe mit 65'000 Mitgliedern ist die Halbierung des motorisierten Individualverkehrs. Rund 3,3 Millionen Autos und Motorräder sollen den Menschen weggenommen werden – oder deren Benutzung durch Umerziehungsmassnahmen und Strafsteuern madig gemacht werden. Fernziel von «Umverkehr» ist eine Gesellschaft, welche entweder zuhause bleibt oder falls nötig, den öffentlichen Kollektivverkehr nutzt. Durch den Mobilitätsverzicht soll das Überleben unseres Planeten gesichert werden.

Politische Tischbombe

Ende April 2026 werden die hyperaktiven Campaigner von «Umverkehr» ihre nächste, politische Tischbombe zünden: Die «Mobilitätsbon-Initiative». Bon klingt nach Gutschrift, meint aber schlicht das Gegenteil. Es geht um Strafabgaben auf klimaschädliche Flugreisen. Wie immer, setzt Linksgrün auf das Instrument der Umverteilung. Das moralisch verwerfliche Fliegen soll künstlich verteuert werden. Mit zusätzlichen Abgaben auf Flugtickets soll der öffentliche Verkehr noch krasser subventioniert werden. Egal, ob die Klimakämpfer das Fliegen oder Autofahren bekämpfen – ihre Sprache erinnert zunehmend an linksradikalen Populismus. Im Dezember 2025 hat «Umverkehr» einen Themenabend organisiert mit der rhetorischen Frage «Das Auto, Vehikel des Rechtsextremismus?» Mit diesem Wording werden Autofahrer in die Nazis-Ecke gestellt.

Beherrschung des Raums

Zum reisserischen Themenabend hatte «Umverkehr» den ultralinken Doktoranden Antoine Dubiau eingeladen. Der Assistent an einer Genfer Hochschule hat eine Arbeit mit dem Titel «Auto und Rechtsextremismus» verfasst. Dubiau vertritt die Ansicht, das Auto stehe für Macht, Geschwindigkeit und Beherrschung des Raums. Autofahren symbolisiere eine wettbewerbsorientierte, oft männliche Freiheit. An diesem Abend ging es um die Frage, ob der Rechtsextremismus die Abhängigkeit zum Auto verstärkt oder umgekehrt: Ob das Auto den Rechtsextremismus fördert. Egal. Es war sowieso nur eine Frage der Zeit, bis linksgrüne Klimapolitiker eine Verbindung zwischen Nazis und dem Autofahren herstellen. Dabei beleidigt der Verein Millionen von Autofahrer. Vielleicht überlegen sich die etwas gemässigteren Mitglieder von «Umverkehr», ob es nicht auch einige junge Mütter gibt, welche ihre Kinder mit dem Auto zur Kita fahren oder zur Arbeit pendeln. Sind diese Frauen gleich Nazi-Bräute, nur weil sie sich hinter ein Steuerrad setzen?

Populismus Next Level

Bei «Umverkehr» hat der Populismus eindeutig Next Level erreicht. Nur noch die dramatische Inszenierung zählt. Während man über SVP-Politiker schimpft, welche Plakate mit messerstechenden Asylbewerbern aufhängen, stempelt man Autofahrer als Rechtsradikale ab. Hoffentlich findet die klimapolitische Hysterie bald den Weg zurück zum entspannteren, politischen Diskurs.

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