Werbung
Warum schaut dieser Automobilist die Nachrichten auf dem Handy?
Der Fahrer eines schwarzen Mercedes, der im Slalom die Fahrbahn wechselte und immer wieder das Anfahren verschlief, machte diese Woche einem STREETLIFE-Leser das Leben schwer. Ein Blick durch die Kofferraumscheibe verrät die Ursache: Während der Fahrt schaute der Automobilist die Nachrichten auf seinem Handy – illegal.
Die Fahrt zur Arbeit wurde für diesen STREETLIFE-Leserreporter und seinen Beifahrer zu einer regelrechten Tortur. Während die beiden Männer die Europabrücke nach Zürich-Altstetten überqueren möchten, werden sie immer wieder von einem schwarzen Mercedes ausgebremst. Dessen Fahrer fuhr Schlangenlinien und verschläft immer wieder anzufahren.
Deutlich genervt über die unsichere Fahrweise hupt der STREETLIFE-Leser das voranfahrende Auto an – erfolglos. Durch die Kofferraumscheibe erkennen die beiden Männer den Grund für die unsichere Fahrweise des Mercedes. Der Automobilist war während der Fahrt in die Nachrichten eines unbekannten TV-Senders vertieft.
Wie die Bilder, die STREETLIFE vorliegen, zeigen, ist ein flackernder Bildschirm eines Smartphones auf Augenhöhe des Lenkers zu erkennen. Darauf zwei Köpfe, die offenbar gerade ein Interview geben.
Hohe Bussen und Führerscheinentzug
Der Lesereporter ärgert sich zu Recht. Der Nachrichtenkonsum des Mercedeslenkers ist illegal. Gemäss Strassenverkehrsgesetz (Art. 31) gilt: Die Nutzung einer Gerätschaft, die nicht direkt zur Fahrzeugbedienung oder Navigation dient, ist am Lenkrad verboten. Demnach muss der Lenker sein Fahrzeug ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann.
Ergänzt wird das Strassenverkehrsgesetz durch die Verkehrsregelverordnung (Art. 3), die besagt, dass der Lenker seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden muss. Er darf keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Inkludiert sind damit Fernsehgeräte, Tablets und Smartphones, die Filme oder Streaming-Dienste wiedergeben können.
Das Strafmass: Bussen von mehreren hundert bis über tausend Franken und der Entzug des Führerscheins. Ob der Lesereporter und sein Beifahrer die Person bei der Polizei gemeldet haben, ist nicht bekannt.

Hast du etwas beobachtet?
Werbung













