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Verkehrsdelikte schiessen in die Höhe
Die Jugendkriminalität in der Schweiz bleibt insgesamt stabil. Auffällig ist jedoch ein Trend: Immer mehr Jugendliche werden wegen Verkehrsdelikten verurteilt.
Die Zahl der Jugendurteile in der Schweiz hat sich 2025 kaum verändert. Insgesamt wurden 22'957 Urteile ausgesprochen – praktisch gleich viele wie im Vorjahr. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamt für Statistik.
Deutlich verändert hat sich jedoch die Art der Delikte. Besonders stark gestiegen sind Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz. Seit 2020 hat die Zahl der entsprechenden Jugendurteile um 83 Prozent zugenommen.
Damit gehören Verkehrsdelikte zu den auffälligsten Entwicklungen der vergangenen Jahre. Ganz anders sieht die Entwicklung bei Drogendelikten aus. Die Zahl der Jugendurteile wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist in den vergangenen sechs Jahren um 63 Prozent zurückgegangen.
Mehr Freiheitsentzüge
Auch bei den Sanktionen zeigen sich Veränderungen. Die Zahl der ausgesprochenen Verweise stieg seit 2020 um 36 Prozent auf 8542 Fälle. Damit entfällt mittlerweile mehr als jedes dritte Urteil auf diese Massnahme.
Deutlich zugenommen haben zudem unbedingte Freiheitsentzüge. Ihre Zahl hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt – von 258 auf 524 Fälle. Laut BFS ist dieser Anstieg ausschliesslich auf ausländische Jugendliche ohne Aufenthaltsbewilligung B oder C zurückzuführen.
Während die Gesamtzahl der Jugendurteile damit weitgehend konstant bleibt, zeigen die aktuellen Zahlen, dass sich die Jugendkriminalität in der Schweiz zunehmend verlagert – weg von Drogendelikten und stärker hin zu Verstössen im Strassenverkehr.

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