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Unfallstatistik Kanton Zürich

Typischer Raser ist jung, männlich und Ausländer

Der Kanton Zürich hat ein Raserproblem. Die Unfallstatistik 2025 zeigt, insgesamt konstante Unfallzahlen, aber vermehrt Raser-Unfälle. Die Täter sind meistens junge ausländische Männer und fahren geleaste Sportwagen.

Im Grundsatz entwickeln sich die Unfallzahlen im Kanton Zürich erfreulich. Obwohl die Einwohner- und Fahrzeugzahl stieg, ist die Anzahl der Verkehrsunfälle im letzten Jahr leicht gesunken, zeigt die am Mittwoch präsentierte Verkehrsunfallstatistik 2025. Auf dem gesamten Kantonsgebiet wurden 15'095 Unfälle polizeilich registriert. Das sind 4,2 Prozent weniger als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Dabei verletzten sich 508 Personen schwer, 30 Menschen starben.

Besonders Auffällig in der Zürcher Statistik: E-Trotti-Unfälle nahmen 2025 in der Stadt deutlich zu. Grund dafür seien Blaufahrten oder Fahrten unter Drogeneinfluss. Auch Raserdelikte fallen negativ in der Auswertung auf. So stellten die Polizeikorps der Stadt Zürich und Winterthur, wie auch die Kantonspolizei Zürich deutlich mehr Raserfahrten fest, als noch im Vorjahr. In beiden Fällen handelt es sich bei der Täterschaft oft um junge Männer.

Polizei definiert Täterprofil

Dabei hat die Kantonspolizei mehrere Muster erkannt. Die Fahrzeuge, meist Sportwagen, gehören meistens nicht den Fahrern. Sie sind geleast oder ausgeliehen. Die Täter deaktivieren die Sicherheitssysteme oder fahren im Rennmodus und suchen den Nervenkitzel. Meistens haben sie Beifahrer dabei. Schliesslich handelt es sich bei den Tätern vorwiegend um sehr junge Männer, meist Neulenker, und der Ausländeranteil ist laut Kantonspolizei Zürich hoch.

Hilfreich könnte eine PS-Beschränkung sein. Doch die Polizei konzentriert sich vorerst auf Aufklärung. Um das Problem in den Griff zu bekommen, sind gezielte Schwerpunktkontrollen geplant. Zudem werden Präventionskampagnen durchgeführt, vor allem dort, wo die erkannten Täter anzutreffen sind, beispielsweise an Berufsschulen. 

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