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Serbin erschleicht sich Ersatzautos und verkauft sie einfach weiter
Eine 47-jährige Frau hat im Kanton Schwyz das Prinzip des Ersatzwagens völlig neu interpretiert. Statt das geliehene Auto nach der Reparatur zurückzubringen, machte sie es kurzerhand zu barem Geld.
Mit einer ebenso simplen wie dreisten Masche erschlich sich eine 47-jährige Serbin bei über zehn Garagenbetrieben im Kanton Schwyz Ersatzfahrzeuge, um diese anschliessend illegal weiterzuverkaufen.
Das Vorgehen der Frau war dabei stets dasselbe: Sie kontaktierte Garagisten und kündigte eine dringende Reparatur an ihrem eigenen Wagen an. Da ihr Fahrzeug angeblich nicht mehr fahrfähig sei, werde es «später» angeliefert. Bis dahin benötige sie jedoch dringend ein Ersatz-Auto, um mobil zu bleiben.
Die hilfsbereiten Mechaniker vertrauten der Frau und händigten ihr die Schlüssel aus, doch das angekündigte defekte Auto tauchte nie auf. Wenn Garagisten nach dem Verbleib ihrer Fahrzeuge fragten, tischte die Frau ihnen fantasievolle Ausreden auf. Während also die Garagisten vergeblich auf den Reparaturauftrag warteten, hatte die Frau das geliehene Auto längst zu Geld gemacht.
Über zehn Garagen reingefallen
Nachdem sich die Anzeigen geprellter Garagisten häuften, klickten Ende September die Handschellen. Die Kantonspolizei Schwyz konnte die mutmassliche Betrügerin festnehmen. Die Ermittlungen ergaben, dass sie nach diesem Muster über zehn Autos unters Volk gebracht und sich so mehrere Tausend Franken verschafft hatte.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz hat die Untersuchung übernommen. Die Serbin muss sich nun wegen des Verdachts auf mehrfachen Betrug und Veruntreuung verantworten.
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