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Tödlicher Carunfall im Engadin: Verfahren gegen Chauffeur eröffnet
Nach dem schweren Carunfall bei Zernez GR mit fünf Todesopfern hat die Staatsanwaltschaft Graubünden ein Verfahren gegen den Chauffeur eröffnet. Es besteht der Verdacht auf mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung. Gleichzeitig ist die genaue Unfallursache weiterhin unklar.
Der schwere Carunfall im Engadin beschäftigt nun auch die Bündner Staatsanwaltschaft. Wie das Regionaljournal Graubünden von SRF berichtet, wurde gegen den Chauffeur des Reisecars , ein niederländischer Politiker, ein Strafverfahren eröffnet. Es besteht der Verdacht auf mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung.
Die Eröffnung eines solchen Verfahrens sei in einem Fall dieser Art ein standardmässiges Vorgehen, teilten die Ermittlungsbehörden gegenüber SRF mit. Der Chauffeur befindet sich nicht in Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Konkrete Hinweise zum Unfallhergang seien bislang noch nicht ausgewertet worden.
Steine als mögliche Unfallursache
Weiterhin steht die Frage im Raum, weshalb der Reisecar von der Strasse abkam. Der Car könnte wegen Geröll oder eines Felsbrockens auf der Fahrbahn ausgewichen sein. Das berichtete «20 Minuten» unter Berufung auf Angaben aus den Niederlanden.
Frank Radstake vom niederländischen Reiseverband ANVR sagte gegenüber RTL News, der Car habe möglicherweise einem Felsbrocken ausweichen müssen. Ob tatsächlich Steine auf der Fahrbahn lagen und ob ein entsprechendes Ausweichmanöver zum Unfall führte, ist derzeit jedoch nicht geklärt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.
Der verunfallte Car gehört dem niederländischen Reiseveranstalter Oad, der unter anderem betreute Gruppenreisen mit Reisecars anbietet. Der Veranstalter steht nach eigenen Angaben mit dem Chauffeur in Kontakt.
Fünf Menschen kamen ums Leben
Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend, 10. September 2026, zwischen Zernez und Susch. Der Reisecar war in Richtung Susch unterwegs, als er bei einer Baustelle von der Strasse abkam und seitlich umkippte.
Beim Unglück kamen fünf Personen ums Leben. Ihre Identifikation stand zunächst noch aus. Von den übrigen 40 Erwachsenen, die sich im Bus befanden, wurden laut Kantonspolizei Graubünden alle verletzt: Drei Personen erlitten schwere, sieben mittelschwere und 30 leichte Verletzungen. Auch der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Zahlreiche Rettungskräfte und mehrere Helikopter standen nach dem Busunglück im Einsatz. Die Unfallstelle wurde am Abend mit Flutlicht ausgeleuchtet. Die Bergung der Leichen dauerte bis in die späten Abendstunden. Die Zufahrten waren weiträumig abgesperrt.

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