Werbung
5 Tote – Reisecar musste möglicherweise wegen Steinen ausweichen
Nach dem schweren Carunfall bei Zernez GR gibt es neue Hinweise zur möglichen Unfallursache. Der Fahrer soll wegen Steinen oder Geröll auf der Strasse ausgewichen sein. Fünf Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Beim schweren Carunfall im Engadin von gestern Abend rückt eine mögliche Ursache in den Fokus: Der Reisecar könnte wegen Geröll oder eines Felsbrockens auf der Strasse ins Schleudern geraten sein. Das berichtet «20 Minuten» unter Berufung auf Angaben aus den Niederlanden.
Frank Radstake vom niederländischen Reiseverband ANVR sagte gegenüber RTL Nieuws, der Car habe möglicherweise einem Felsbrocken ausweichen müssen. Ob tatsächlich Steine auf der Fahrbahn lagen und ob das Ausweichmanöver zum Unfall führte, ist derzeit allerdings nicht geklärt.
Der verunfallte Car gehört dem niederländischen Reiseveranstalter Oad, der unter anderem betreute Gruppenreisen mit Reisecars anbietet. Der Veranstalter steht nach eigenen Angaben mit dem Chauffeur in Kontakt. Dieser soll beim Unfall nicht oder nur leicht verletzt worden sein.
Mehrere Opfer
Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend zwischen Zernez und Susch. Der Reisecar verunfallte schwer, mehrere Menschen starben, weitere wurden verletzt. Einige Betroffene wurden vor Ort behandelt, andere mussten ins Spital gebracht werden.
Die genaue Ursache ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Die Kantonspolizei teilte auf X lediglich mit: «Beim Unfall des Reisecars in Susch starben mehrere Personen. Ebenso wurden mehrere Personen verletzt.» Angaben zum Unfallhergang machte sie bislang nicht.
Zahlreiche Rettungskräfte und mehrere Helikopter waren nach dem Busunglück im Einsatz. Am Abend wurde die Unglücksstele mit Flutlicht ausgeleuchtet. Die Bergung der Leichen dauerte nach Polizeiangaben bis in die späten Abendstunden. Die Zufahrten sind weiträumig abgesperrt.
Heute morgen informierte die Polizei: Fünf Personen kamen beim Crash ums Leben, ihre Identifikation steht noch aus. Von den übrigen 40 Erwachsenen, die sich im Bus befanden, erlitten laut der Kapo GR alle Verletzungen: 3 Personen wurden schwer, sieben mittelschwer und die 30 restlichen leicht verletzt.

Hast du etwas beobachtet?
Werbung




