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«Mit 45 km/h macht Autofahren Spass»
James Gruntz ist normalerweise mit einem geräumigen Citroën Spacetourer unterwegs. Für «Stars in Cars» tauscht der Bieler Musiker den Platzriesen gegen den Mini-Flitzer von Citroen – den Ami. Dabei zeigt sich: Mit gerade mal 45 km/h und kaum Stauraum kann Autofahren Spass machen – solange kein Drängler die gute Laune verdirbt.
James Gruntz ist zweifacher Papi, Musiker und aktuell wieder auf Tour. Seit seinem Durchbruch mit «Belvedere» und dem Hit «Heart Keeps Dancing» gehört der Bieler zu den bekanntesten Stimmen der Schweizer Popszene. 2015 gewann er gleich zwei Swiss Music Awards. Zuletzt veröffentlichte Gruntz im Sommer 2024 seine EP «Blink Twice» und gibt seither immer wieder Konzerte oder arbeitet im Studio an neuer Musik.
Als Teenager veröffentlicht Gruntz sein erstes Album in Eigenregie - mit gerade mal 18 Jahren. So risikofreudig ist der Bieler heute auch für STREETLIFE. Er wagt sich im 2,41 Meter kurzen Citroën Ami in den Zürcher Stadtverkehr. Wie klein, bedeutet? Gruntz will es wissen und manövriert den Ami zwischen zwei Metallstangen hindurch – ohne Kratzer und ohne Dellen. «Jetzt musst du filmen: Hier entsteht der gute Content», meint er, bevor er versucht seine Präzision am Lenkrad unter Beweis zu stellen.
Gesagt getan: Nach wenigen Minuten ist der Ami unbeschadet hindurchgerollt. «Ich sagte doch: kein Problem», verkündet Gruntz stolz.
Zurecht, denn normalerweise fährt der Popstar eine mehr als doppelt so langen Citroën Spacetourer. Der bietet ordentlich Platz und eignet sich deshalb bestens für Instrumente und alles, was sonst noch mit auf Tour muss. Trotzdem hat der Wagen für ihn einen kleinen Haken: «Ich verbinde ihn immer mit Arbeit.»
Für etwas Abwechslung sorgt deshalb der Citroën Ami. Der kleine Elektroflitzer schafft maximal 45 km/h und ist mit seiner kompakten Bauweise vor allem für die Stadt gedacht. Genau das gefällt Gruntz: «Manchmal will man auch etwas Spass haben. Und dafür ist der Ami genau das Richtige.»
Musik gehört ins Auto
Viel Platz bietet der Zweisitzer nicht. Dafür kommt er mit einigen ungewöhnlichen Details daher. Die Fenster werden hochgeklappt, die Seitenspiegel lassen sich von Hand verstellen und auch Stauraum hat der Ami nicht wirklich. Das kann auch Vorteile haben findet Gruntz: «So sammelt sich kein unnötiger Schrott im Auto.»
Nur etwas fehlt im französischen Winzling: ein Soundsystem. Gerade das ist Gruntz sehr wichtig im Auto: «Unterwegs zu sein und Musik zu hören, ist meiner Meinung nach deas Beste, was es gibt.» Fällt der Ami also doch durch? «Ach Quatsch! Ein Smartphone und eine Boombox reichen doch aus.»
Nur beim Soundcheck kann der Ami nicht helfen. Denn Grutz hört unterwegs gerne auch die eigenen Songs, an denen er Arbeit, um zu prüfen, wie sie im Auto klingen. «Musik wirkt im Auto anders als im Wohnzimmer», erklärt Gruntz, wieso das Auto für ihn auch ein mobiles Tonstudio ist.
Die Gruntz-Geste
Für seine Konzerte ist sich Gruntz gewohnt weite Strecken zu fahren. Im Urlaub könnte er deshalb locker noch weiterfahren. «Ich liebe den Zustand, einfach unterwegs zu sein und in einen gewissen Flow zu kommen.» Kein Wunder also, beschreibt er sich als entspannten Autofahrer. «Auf der Autobahn versuche ich, früh vom Gas zu gehen, und den Verkehr etwas zu regulieren.»
Doch Stau kann selbst Gruntz die gute Laune verderben. Und wenn Autofahrende zu dicht auffahren oder rechts überholen und vorne wieder reindrücken, verliert selbst der ansonsten gelassene Musiker die Geduld - und er zeigt den anderen Autofahrenden den Daumen nach unten. «Das ist aber auch meine schlimmste Reaktion, um meiner Wut am Steuer Ausdruck zu verleihen.»

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