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Motorsport •
Kürzere F1-Rennstrecken

Lewis Hamilton: «Das macht keinen Sinn»

Ab 2027 sollen die Formel-1-Rennen kürzer werden. Ferrari-Pilot Lewis Hamilton hält davon allerdings wenig und fordert stattdessen genau das Gegenteil: mehr Runden und grössere körperliche Herausforderungen für die Fahrer.

Die Formel 1 kürzt ab Saison 2027 die Renndistanz. Statt mindestens 305 Kilometer sollen die Strecken künftig nur noch 290 Kilometer lang sein. Je nach Kurs bedeutet das rund zwei bis drei Runden weniger. Hintergrund ist das neue Motorenreglement, durch das die Fahrzeuge mehr Kraftstoff benötigen.

Ferrari-Pilot Lewis Hamilton kann mit dieser Änderung wenig anfangen. Der siebenfache Weltmeister sagte am Rand des Grand Prix von Aserbaidschan in Baku, dass die Rennen seiner Ansicht nach eher länger werden sollten. Sie seien heute körperlich ohnehin schon weniger anspruchsvoll als früher. Gerade deshalb mache es keinen Sinn, die Renndistanz weiter zu verkürzen.

«Sportler müssen an ihre Grenzen gehen»

Hamilton vermisse die extreme Belastung früherer Jahre, wie er sagt. «Die Formel 1 sollte körperlich und mental am anspruchsvollsten sein. Man sollte Sportler sehen, die wirklich an ihre Grenze gehen und gezwungen sind, ihren Körper noch weiter zu fordern.» Der Ferrari-Pilot verweist zudem auf die Rennstrategie. Bei vielen Grands Prix reicht inzwischen ein Boxenstopp, was aus seiner Sicht die Herausforderung reduziert.

Neues Formel-1-Reglement

Die Verkürzung ist Teil des neuen technischen Reglements. Der stärkere Anteil des Verbrennungsmotors erhöht den Kraftstoffbedarf. Grössere Tanks und umfangreiche Anpassungen an den Fahrzeugen wurden verworfen. Deshalb soll die geringere Renndistanz helfen, den zusätzlichen Verbrauch auszugleichen.

Ferrari-Pilot Lewis Hamilton belegt aktuell in der WM-Wertung den dritten Platz. Den Grand Prix von Barcelona konnte der 41-Jährige für sich entscheiden. Dennoch liegt er 100 Punkte hinter dem WM-Leader und Mercedes-Piloten Kimi Antonelli.

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