Zum Hauptinhalt springen

Werbung

Politik & Wirtschaft •
Firmenportrait

Leapmotor – die einfache Idee hinter der günstigen E-Mobilität

Viele Hersteller reden über die Zukunft des Autos. Leapmotor versucht sie bezahlbar zu machen. Die noch junge Marke aus China setzt auf eine klare Formel: viel Technik, schlanke Komplexität, vernünftige Preise – und Modelle, die sich nicht an Ideologien orientieren, sondern am Bedarf der Kundschaft. Gerade in der Schweiz könnte das aufgehen.

Wer Leapmotor verstehen will, muss nicht mit dem Datenblatt beginnen. Sondern mit der Haltung dahinter. Die Marke, 2015 in Hangzhou gegründet, kommt nicht aus einer klassischen Autowelt voller Tradition, Hierarchien und historischer Altlasten. Sie kommt aus einem techniknahen Umfeld, denkt softwarebasiert und folgt einem Prinzip, das bei der Präsentation des neuen Leapmotor B10 Hybrid EV in Rom immer wieder auftaucht: Nicht die eigene Eitelkeit soll bestimmen, was gebaut wird, sondern der Markt. Oder einfacher gesagt: Die Leute sagen, was sie brauchen – und Leapmotor versucht, genau das möglichst effizient zu liefern. 

Das klingt banal, ist in der Autoindustrie aber fast schon radikal. Denn viele Hersteller bauen Autos immer noch so, als wäre Komplexität ein Qualitätsmerkmal. Mehr Varianten, mehr Optionen, mehr Konfigurationen, mehr Technik um der Technik willen. Leapmotor wählt den Gegenentwurf. Weniger Varianten, klarere Angebote, konzentrierte Entwicklung. Diese Einfachheit ist kein Mangel, sondern Teil des Konzepts. Wer E-Mobilität für mehr Menschen zugänglich machen will, muss sie nicht nur technisch beherrschbar machen, sondern auch finanziell und praktisch. Genau dort setzt die Marke an. Das Ziel ist nicht Luxus für wenige, sondern moderne, elektrifizierte Mobilität für viele. 

Das passt gut zur Schweiz. Nicht, weil hier alles immer vernünftig sein muss – aber weil Preis-Leistung, Alltagstauglichkeit und Vertrauen besonders stark zählen. Ein Auto muss hier nicht bloss gut aussehen, sondern im Alltag funktionieren: im Pendelverkehr, beim Wochenendeinkauf, auf dem Weg in die Berge, mit Familie, Gepäck und einem gewissen Anspruch an Verlässlichkeit. Genau in diesem Spannungsfeld positioniert sich Leapmotor. Das zeigt sich exemplarisch am neuen B10 Hybrid EV, der elektrisches Fahrgefühl mit einem Range-Extender-Konzept verbindet und damit eine pragmatische Antwort auf eine Frage gibt, die viele noch immer beschäftigt: Wie komme ich elektrisch durch den Alltag, ohne auf längeren Strecken ständig ans Laden denken zu müssen? 

Dass Leapmotor dabei nicht dogmatisch vorgeht, gehört zur Firmen-DNA. Lange war unklar, ob die Marke neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch Hybridlösungen bringen würde. Der Entscheid dafür kam nicht aus einem theoretischen Strategiemeeting, sondern aus der Marktbeobachtung. Genau das macht die Marke interessant. Sie hört zu. Und sie scheint ihre Plattformen von Anfang an so entwickelt zu haben, dass sie sich an veränderte Bedürfnisse anpassen lassen. Der neue B10 Hybrid EV ist deshalb kein Rückzieher von der E-Mobilität, sondern eher das Gegenteil: der Versuch, elektrifiziertes Fahren für mehr Menschen realistischer zu machen. 

Eine wertvolle Partnerschaft

Zur Glaubwürdigkeit trägt auch die Struktur im Hintergrund bei. Seit 2023 arbeitet Leapmotor mit Stellantis zusammen; das Joint Venture Leapmotor International wird mehrheitlich von Stellantis gehalten. Es nutzt dessen Vertriebs- und Serviceinfrastruktur ausserhalb Chinas. Für Europa war das ein entscheidender Schritt. Für die Schweiz ebenso. Hier wird die Marke durch die Emil Frey Gruppe importiert und vertrieben. Das klingt nach Konzernlogik, ist für Kunden aber vor allem eines: beruhigend. Denn ein attraktives Auto zu verkaufen, ist das eine. Ein funktionierendes Händler-, Service- und Ersatzteilnetz aufzubauen, das andere. Gerade bei neuen Marken entscheidet sich dort, ob aus Neugier Vertrauen wird. In der Schweiz hat Leapmotor nach etwas mehr als einem Jahr bereits mehrere hundert Fahrzeuge ausgeliefert und verweist auf ein starkes Händlernetz mit aktuell 900 Händlern; europaweit soll das Netz bis 2026 auf über 1000 Standorte wachsen. 

Hinzu kommt ein zweiter Punkt, der Leapmotor von manchem Rivalen unterscheidet: die Verbindung von Technologie und Kosteneffizienz. Reuters berichtete Ende 2025, Leapmotor beziffere seinen Kostenvorteil gegenüber Wettbewerbern auf rund 10 Prozent und führe das unter anderem auf den hohen Anteil selbst entwickelter Komponenten zurück. Das passt zur Erzählung, die auch in Rom zu hören ist: eine junge, technikgetriebene Marke, die Dinge nicht unnötig aufbläht, sondern effizient baut. Anders gesagt: weniger Ballast, mehr Fokus. Für Kundinnen und Kunden wird daraus idealerweise ein Angebot, das technologisch zeitgemäss wirkt, ohne preislich davonzulaufen. 

Vernunft, nicht Moral

Gerade deshalb wirkt Leapmotor in Europa und speziell in der Schweiz nicht einfach wie der nächste chinesische Newcomer, sondern eher wie eine Marke mit klarer Idee. Sie will E-Mobilität nicht als moralisches Projekt verkaufen, sondern als vernünftiges Produkt. Sie will nicht maximal beeindrucken, sondern möglichst viele überzeugen. Und sie setzt darauf, dass genau darin heute eine Marktlücke liegt: zwischen teuren Imageprodukten auf der einen und technisch oder emotional wenig inspirierenden Vernunftautos auf der anderen Seite.

Natürlich ist auch Leapmotor noch im Aufbau. Die Marke ist jung, in Europa erst seit 2024 im grossen Stil unterwegs, und der wahre Härtetest beginnt nie an einer Pressepräsentation, sondern im Servicealltag. Aber genau dort will sie offenbar bestehen: mit einfacherem Angebot, lokaler Verankerung, technischer Substanz und Preisen, die nicht wie ein schlechter Witz wirken. Vielleicht ist das am Ende die eigentliche Pointe dieser Marke: Sie macht aus E-Mobilität kein Prestigeprojekt, sondern ein Gebrauchsversprechen. Und genau das dürfte auch in der Schweiz erstaunlich gut funktionieren. 

Leapmotor ist Nummer 1 unter den NEV-Start-ups

Nachdem Leapmotor seine Position als Nummer-1-Marke unter den EV-Start-ups im Jahr 2025 bestätigt hat, baut das Unternehmen seine Marktführerschaft auch zu Beginn des Jahres 2026 weiter aus. Unterstützt durch den starken Marktbeitrag der gesamten ABCD-Produktreihe belegte Leapmotor im März und im ersten Quartal 2026 den ersten Platz unter den Start-ups für «New Energy Vehicles» (NEV).

Im März 2026 verzeichnete Leapmotor mit 50.029 ausgelieferten Fahrzeugen (einschliesslich Inlands- und Exportverkäufe) ein starkes Ergebnis, was einem Anstieg von 34,87 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Im ersten Quartal beliefen sich die Gesamtlieferungen auf 110.155 Einheiten (einschliesslich Inlands- und Exportverkäufe), was einem Anstieg von 25,82 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Um diese Wachstumsdynamik aufrechtzuerhalten, treibt das Unternehmen die Einführung neuer Modelle voran. Das Flaggschiff-SUV der Marke, der D19, wird am 16. April offiziell vorgestellt. Darüber hinaus wird Leapmotor auf der Beijing Auto Show am 24. April auch die Ultra-Version des Elektro-Fliessheckmodells Lafa 5 (globale Bezeichnung B05) präsentieren – ein kompakter Elektro-PW mit Heckantrieb, der in Zusammenarbeit mit dem europäischen Entwicklungsteam von Stellantis entwickelt wurde.

Mit Blick auf die Zukunft strebt Leapmotor für das Jahr 2026 ein deutliches Wachstum an. Das Unternehmen plant die Einführung vier neuer Modelle – A10, D19, A05 und D99 –, die zusammen voraussichtlich rund 60 % des gesamten Jahresumsatzes der Marke ausmachen werden. Von der starken Performance mit 50.029 ausgelieferten Einheiten im März über das bevorstehende Marktdebüt des brandneuen Kompakt-SUV A10 (globale Bezeichnung B03X) in China im März bis hin zur bevorstehenden Markteinführung des D19 in China treibt Leapmotor seine strategische Roadmap zügig voran.

Durch eine intensive Produkteinführung und den kontinuierlichen Einsatz fortschrittlicher Technologien bekräftigt die Marke ihr Ziel, sich als führender und erschwinglicher Anbieter auf dem Markt für intelligente Elektrofahrzeuge zu etablieren. (pd)

Leserreporter

Hast du etwas beobachtet?

Schicke uns deine Bilder und Videos! Bei unseren Lesern ist immer etwas los, doch unsere Reporterinnen und Reporter können nicht überall sein. Und hier kommst du ins Spiel: Hast du etwas beobachtet oder möchtest du uns etwas mitteilen, das nur du weisst? Schicke uns deine Bilder und Videos per WhatsApp unter 077 279 72 56 oder per Mail an redaktion@streetlife.ch.

Werbung