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Politik & Wirtschaft •
Anstieg um bis zu 50 Prozent

Parkschäden verursachen deutlich mehr Kosten

Das ist eine schlechte Nachricht für Autobesitzer: Die Kosten für die Behebung von Parkschäden sind in der Schweiz deutlich angestiegen. Das zeigt eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes Comparis. Die Datenbasis sind rund 7,3 Millionen erfasste Schadenkalkulationen zwischen 2023 und 2025.

So haben sich besonders stark die Preise für die Arbeiten an Türen erhöht. «Die durchschnittlichen Kosten der eigentlichen Reparaturarbeit an einer Hintertür stiegen von 92 Franken im Jahr 2023 auf 134 Franken im Jahr 2025. Das entspricht einer Zunahme von fast 50 Prozent», hält der Online-Vergleichsdienst in seiner Analyse fest. Vergleichbar sei der Preisanstieg bei den Vordertüren. Die Zunahme bei den Seitenwänden liege bei 41 und bei den vorderen Kotflügeln bei 32 Prozent. 

Häufigste Schadensmeldung betrifft Rückleuchten

Ebenfalls angestiegen sind die Lackierkosten. Laut Comparis sei hier der Preisanstieg allerdings deutlich moderater. So kostete 2023 die Lackierung einer Hintertür im Schnitt 238 Franken, zwei Jahre später waren es 246 Franken – was einer Zunahme von 3,5 Prozent entspricht. Deutliche Preisaufschläge gab es auch beim Ersatz beschädigter Bauteile wie einer Türe oder einer Motorhaube. Hier bewegen sich die Preisaufschläge zwischen 9 und 17 Prozent. 

Etwa gleich hoch ist der Preisanstieg bei den Reparaturarbeiten von Rückleuchten. Gerade Rückleuchten spielen bei Parkschäden eine besonders grosse Rolle: 2025 entfiel fast jede dritte der ausgewerteten Arbeiten auf diesen Bereich. «Weil Rückleuchten so häufig beschädigt werden, ist dieser Preisanstieg für besonders viele Schadenfälle relevant», sagt Comparis-Autoversicherungsexperte Harry Büsser.

Technologie ist Kostentreiber

Die allgemeine Teuerung könne die teilweise deutlich zweistelligen Kostensteigerungen nur zu einem kleinen Teil erklären, kommt Comparis zum Schluss. Ein Kostentreiber dürfte die zunehmend komplexe Fahrzeugtechnik sein. So stamme das durchschnittliche Auto auf Schweizer Strassen heute aus einem neueren Jahrgang als noch vor 3 Jahren und verfüge entsprechend häufiger über Sensoren, Elektronik und komplexe Bauteile.

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