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Freches Design und freche Preise aus China
Hinter dem Namen JAC versteckt sich die erste chinesische Automarke, die offiziell in der Schweiz erhältlich war. Der Aargauer Autohändler und Direktimporteur Auto Kunz begann 2019 mit dem Import und pickte sich zu Beginn die preiswerten und kleinen E-Autos aus dem breiten Modellangebot.
Ende des letzten Jahrzehnts befand sich die Elektromobilität in der Schweiz immer noch in ihrer Anfangsphase. Neben Tesla, Nissan, Hyundai und BMW hatte kaum eine Marke ein rein elektrisches Modell im Angebot. Andere lancierten gerade ihre ersten E-Modelle, und setzten dafür auf die boomenden SUVs. Entsprechend gross und teuer wurden diese Elektroautos.
In diesem Umfeld erkannte der Aargauer Autohändler und Direktimporteur Auto Kunz eine Marktlücke, welche die grossen Automarken erst seit letztem Jahr langsam schliessen: kleine und preiswerte Stromer. Als Discounter im Schweizer Autohandel lag es nahe, diese Nische zu besetzen. Nach kurzer Suche wurde Auto Kunz bei der chinesischen Marke JAC (ausgesprochen wie der englische Vorname Jack) fündig. Deren Verhandlungen, um in Österreich in den Markt einzusteigen, waren gerade gescheitert, und so wurde die Schweiz die erste Heimat von JAC in Europa – und Auto Kunz der offizielle Schweizer Importeur.
Über 60 Jahre im Markt
Auch wenn der Name hier vorher kaum jemandem bekannt war, besass JAC schon langjährige Erfahrung in der Autobranche. Im Jahr 1964 wurde die Marke in der chinesischen Provinz Anhui gegründet und produzierte zu Beginn robuste Nutzfahrzeuge für den Alltag und das Abenteuer. Das Angebot wuchs schnell und umfasst heute alles vom Lastwagen über elegante SUVs bis hin zu innovativen Elektroautos. Heute zählt JAC zu den grössten Herstellern von E-Autos weltweit.
Deswegen setzte Auto Kunz 2019 auf die Marke. Letztes Jahr folgte der nächste logische Schritt: Der Import wurde vom Autohändler gelöst und die eigenständige Firma «JAC Motors Schweiz» gegründet. Sie und ihre vier Mitarbeiter kümmern sich nun um den Import sowie die Vermarktung der Modelle und betreuen das Netz von inzwischen 22 Händlern. Geschäftsführer Jörg Appenzeller erklärt: «Durch die Trennung von Auto Kunz stellen wir sicher, dass wir als Importeur alle Händler gleich behandeln.»
Breites Angebot und Ersatzteile
Seit dem ersten Mini-Stromer ist das JAC-Angebot in der Schweiz gewachsen. Inzwischen gibt es die beiden Stadtflitzer e-JS1 und E30X, die SUV e-JS4 und JS6 und mit Pick-ups (T8Pro, T9EV) mit Verbrennungs- und Elektromotor sowie dem Lieferwagen M3EV ist JAC auch im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge aktiv. «Auch hier besetzen wir eine Nische. Niemand sonst bietet einen E-Pick-up mit Allrad», führt Appenzeller aus. Die meisten Absatzzahlen machen aber die Autos aus.
Eine anfängliche Zurückhaltung, weil die Marke aus China kommt, hätten die Kunden abgelegt, weiss Appenzeller: «Zu Beginn fragte sich die Kundschaft, wie lange es JAC geben werde, bekomme ich später noch Ersatzteile», erinnert sich Geschäftsführer Jörg Appenzeller. «Aber inzwischen können wir auf eine langjährige Präsenz zurückschauen. Und dass es uns schon so lange gibt, beruhigt Neukunden.» Und im Gegensatz zu anderen chinesischen Marken, die mit deutlich mehr Tamtam in der Schweiz gestartet sind, erhält JAC weniger finanzielle Unterstützung vom Staat und ist somit unabhängiger.
Italienisches Design und VW-Know-how
Noch Zweifel? Grundlos. Selbst die beliebteste Automarke der Schweizerinnen und Schweizer vertraut auf JAC: VW. «Der Volkswagen-Konzern ist mit JAC ein Joint Venture eingegangen, um in China gemeinsam Elektroautos zu produzieren und zu verkaufen», erklärt Appenzeller. Gleichzeitig beschränkt JAC Motors seine Aktivitäten in Europa längst nicht mehr nur auf die Schweiz. Inzwischen sind die Modelle auch in Italien, Frankreich, Norwegen, Spanien sowie Polen erhältlich und letzten Oktober startete JAC auch in Deutschland. Der kleine City-Flitzer E30X wurde sogar von JAC Italien entworfen.
Dieses italienische Design steht dem kleinen Stadt-Stromer sehr gut. Ganz nach JACs Motto «Frech im Design und frech im Preis» begeistert der E30X ab 16'989 Franken immer mit einer Zweifarblackierung (ausser in Schwarz). Und für diesen Preis gibt es erst noch VW-Know-how, welches für eine tadellos funktionierende Technik sorgt. Und das nicht nur beim E30X, sondern auch bei den anderen JAC-Modellen. Aber das ist noch nicht alles, weiss Geschäftsführer Jörg Appenzeller: «Wir sind nahe am Kunden. Während grosse Marken sehr anonym sein können, kennen wir unsere Kunden noch beim Namen.»
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