Skip to main content

Werbung

News •
Bund spricht Warnstufe 4 aus

Temperaturen bis 37 Grad – das sollte jetzt nicht im Auto liegen

Die Hitzewelle hat die Schweiz fest im Griff. Für die Nordwestschweiz hat der Bund die Warnstufe 4 ausgesprochen. Die hohen Temperaturen können auch im Autoinnern gefährlich werden. Das solltest du jetzt auf keinen Fall im Wagen lassen.

Über der Schweiz hängt eine Hitzeglocke. Aktuell rechnet der Bund damit, dass das Thermometer weiter steigt und auch in den nächsten Tagen Spitzenwerte von über 37 Grad erreicht werden. Der Bund hat deshalb eine Hitzewarnung der Stufe vier ausgesprochen. Sie gilt für Regionen unterhalb von 800 Metern im Norden und von 600 Metern im Süden. «Das Ende der Hitzewelle ist derzeit noch offen», schreibt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, MeteoSchweiz, auf seiner Webseite

Die Hitze kann jetzt auch im Autoinnern sehr gefährlich werden. In parkierten Fahrzeugen, die in der prallen Sonne stehen, steigen die Temperaturen schon nach wenigen Minuten auf über 50 Grad. Kleinkinder und Tiere sollten aus diesem Grund auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Wagen zurückgelassen werden. 

Schmelzen, explodieren und Giftstoffe

Doch auch von simplen Gegenständen im Auto geht bei dieser Hitze eine echte Gefahr aus. Diese Gegenstände sollten bei über 50 Grad im Wagen auf keinen Fall zurückgelassen werden. 

1. Sonnenbrille auf der Ablagefläche

Die Windschutzscheibe zerborsten, das Auto völlig ausgebrannt. Der Ursprung für diesen Fahrzeugbrand liegt bei einer simplen Sonnenbrille. Sie lag bei prallem Sonnenschein auf der Ablagefläche – und löste den Autobrand aus. In diesem Fall kam es zum sogenannten Brennglaseffekt, der entsteht, wenn eine optisch gewölbte Linse das Licht bricht und in einem Fokus bündelt. 

2. Medikamente

Die Hitze ist ein Wirkungskiller. Viele Medikamente wie Antibiotika, Augentropfen oder auch Vitaminpräparate reagieren auf Hitze empfindlich. Das gilt insbesondere für Insulin, das in der Regel nicht wärmer als 25 Grad gelagert werden darf. Schon eine Überhitzung kann den Wirkstoff verändern – und dadurch seine Wirkung verlieren. 

3. Akkus in Smartphone, Tablet und Laptop

Lithium-Ionen-Akkus vertragen anhaltende Hitze schlecht. Ab etwa 45 Grad setzen im Akkuinneren chemische Prozesse ein, die kaum noch rückgängig zu machen sind: Die Kapazität sinkt dauerhaft, der Akku altert schneller, im ungünstigsten Fall beult er sich auf oder entzündet sich von selbst. Vorsicht: Auch der Kofferraum bietet hier keinen sicheren Schutz – auch dort sind die Temperaturen hoch. 

4. Spraydosen

Wer schwitzt, braucht häufiger ein Deodorant. Die Deo-Spraydose sollte jetzt aber nicht im Auto zurückgelassen werden. Dosen, die unter Druck stehen, sind meistens nur bis 50 Grad zugelassen. Und das mit gutem Grund: Steigt der Innendruck zu weit an, kann die Dose bersten. Es droht eine Verletzung oder die Beschädigung des Innenraums. 

5. Frische Lebensmittel 

Bei Temperaturen bis 60 Grad fühlen sich Salmonellen oder Listerien besonders wohl. Joghurt, Aufschnitt, rohes Fleisch oder Fertigsalate können dabei rasch eine kritische Keimzahl erreichen, ohne dass man es ihnen ansieht oder riecht. Früchte, die in unzureichender Verpackung auf teuren Ledersitzen liegen, können zudem durch auslaufende Säfte hartnäckige Flecken verursachen. 

Werbung