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Bund prüft Tempo 80 auf den Autobahnen
Die Situation an den Schweizer Tanksäulen spitzt sich aufgrund der geopolitischen Lage weiter zu. Jetzt plant der Bund offenbar eine brisante Massnahme: Er bereitet Tempo 80 auf den Autobahnen vor. Damit soll bei einer schweren Treibstoffknappheit der Verbrauch gesenkt werden.
Diese Information dürfte noch für viel Diskussionsstoff sorgen: Wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet, bereitet der Bund aktuell Tempo 80 auf Schweizer Autobahnen vor. So hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) im Herbst eine Vorlage für Tempo 80 auf Schweizer Autobahnen in der Bundesverwaltung zur Stellungnahme vorgelegt. Das BWL bestätigte gegenüber der Zeitung: «Die Massnahme würde im Fall einer schweren Mangellage bereits laufende Bezüge aus den Pflichtlagern begleiten und diese mit einem zusätzlichen Spareffekt unterstützen.»
Die aktuelle geopolitische Lage wirkt sich seit Monaten massiv auf die Versorgungslage mit Mineralölprodukten aus. Die Situation gilt deshalb auch in der Schweiz als zunehmend angespannt. Noch ist in Bern aber nicht abschliessend geklärt, unter welchen Bedingungen Tempo 80 eingeführt werden soll, wie es weiter heisst. Ein Entscheid sei bis jetzt noch nicht gefallen. Sicher ist: Der Bundesrat könnte eine solche Temporeduktion aufgrund einer schweren Mangellage anordnen.
Bezug aus den Pflichtlagern
Dass die Versorgung angespannt ist, zeigt auch ein Entscheid des Bundes vom Freitag. Er bewilligte den Bezug von 45 Millionen Litern Diesel aus den Pflichtlagern. Das entspricht rund vier Prozent der vorhandenen Dieselreserven. Der Grund für diese Massnahme: Lieferverzögerungen nach starken Regenfällen in Südfrankreich.
Unklar ist zurzeit allerdings, wie viel Treibstoff mit Tempo 80 auf Autobahnen effektiv eingespart werden könnte. Das lässt das Amt für Landesversorgung derzeit noch offen.
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