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Benzin und Diesel: Schweiz zapft Pflichtlager an
Die Schweiz gibt wegen Engpässen bei Benzin und Diesel Teile der Pflichtlager frei. Grund sind der Raffinerie-Ausfall in Cressier NE und eingeschränkte Transporte auf dem Rhein.
Die Versorgung mit Benzin und Diesel in der Schweiz ist derzeit angespannt. Um mögliche Engpässe zu verhindern, dürfen vom 8. bis 20. September bis zu 30'000 Kubikmeter Benzin und ebenso viel Diesel aus den Pflichtlagern entnommen werden.
Betroffen ist vor allem die einzige Schweizer Erdölraffinerie in Cressier NE. Sie musste vergangene Woche wegen eines technischen Defekts die Produktion vorübergehend einstellen. Ab Mitte September soll sie wieder normal laufen.
Zusätzlich erschwert Niedrigwasser auf dem Rhein den Transport von Mineralölprodukten. Bahn und Pipeline können den Ausfall nicht vollständig und rechtzeitig kompensieren. Die Raffinerie deckt normalerweise etwas mehr als 30 Prozent des Schweizer Bedarfs ab.
Heizöl und Flugpetrol sind laut Bund derzeit nicht von Versorgungsengpässen betroffen. Die freigegebenen Mengen entsprechen bei Benzin und Diesel jeweils weniger als drei Prozent der vorhandenen Pflichtlagerbestände.
Die Pflichtlager sollen die Versorgung im Krisenfall absichern. Die Bestände an Benzin und Diesel reichen grundsätzlich für rund viereinhalb Monate des durchschnittlichen Bedarfs.

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