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Wegen Sicherheitsrisiko

Behörden greifen bei verlassener Raststätte am Walensee durch

Nach über 20 Jahren Stillstand wird die verlassene Raststätte am Walensee plötzlich zum Sicherheitsfall. Herabfallende Gebäudeteile und ein Brand im Januar setzen die Behörden unter Druck, rasch zu handeln.

Nach über zwei Jahrzehnten Stillstand kommt plötzlich Bewegung in einen der bekanntesten Lost Places der Schweiz. Die verlassene Raststätte an der A3 beim Walensee. Wie 20 Minuten berichtete, haben Arbeiter kürzlich damit begonnen, das Gelände aufzuräumen und zu sichern. Ein Schritt, der vor allem aus Sicherheitsgründen dringend geworden ist. Immer wieder sollen Teile des Gebäudes auf die nahe Autobahn gefallen sein. Damit wurde aus der stillen Ruine ein akutes Risiko für den Verkehr.

Aufräumarbeiten haben begonnen

Am Wochenende rückten nun erstmals seit Jahren wieder Arbeiter an. Sie räumen Schutt weg, entfernen Glas und sichern Zugänge. Fenster werden verschlossen, Türen verbarrikadiert. Ziel ist es, den weiteren Zerfall zu stoppen und unbefugten Zutritt zu verhindern. Unter dem Gebäude hatten sich über die Jahre grosse Mengen Müll angesammelt, die nun ebenfalls beseitigt werden.

Im Januar wurde zudem Brand im Innern der Raststätte gemeldet. Unbekannte hatten offenbar im obersten Stockwerk Material angezündet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Feuer bereits erloschen, es entstand jedoch ein Sachschaden.

Gebäude seit Jahren ungenutzt

Die Raststätte an der A3 beim Walensee steht seit 2003 leer und ist seither dem Zerfall ausgesetzt. Zerbrochene Fenster, zurückgelassene Möbel und Graffiti machten den Ort zu einem klassischen Lost Place. Das Gebäude zieht stets Interessenten an, wurde aber auch zunehmend beschädigt und verwahrlost.

Druck von den Behörden

Auslöser für das Eingreifen war offenbar der wachsende Druck der Behörden. Nachdem die Gefährdung der Autobahn festgestellt wurde, musste die Gemeinde reagieren. Weitere Schritte, bis hin zu einem möglichen Rückbau, stehen im Raum.

Trotz der aktuellen Arbeiten ist die langfristige Zukunft der Raststätte weiterhin offen. Seit Jahren wird nach einer Lösung gesucht, doch konkrete Pläne fehlen bislang.

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