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Strassenverkehrsamt Aargau überlastet – Regierung bleibt gelassen
Zwanzig Prozent der Fahrzeuge, die zur Motorfahrzeugkontrolle müssen, sind im Kanton Aargau überfällig. Die Gründe sind vielfältig. Der Regierungsrat sieht zwar Handlungsbedarf, will aber nicht gross eingreifen.
Das MFK-Aufgebot löst bei Autofahrenden immer ein etwas mulmiges Gefühl aus. Was, wenn das Strassenverkehrsamt bei der Motorfahrzeugkontrolle etwas entdeckt, das behoben werden muss? Im Kanton Aargau kommt noch eine weitere Unsicherheit hinzu. Das lange Warten. Per 1. Juli waren im Kanton Aargau 606'351 prüfpflichtige Fahrzeuge registriert. Bei 123'720 (20 Prozent) war die MKF überfällig.
Deshalb hatte FDP-Grossrat Stefan Huwyler eine Interpellation eingereicht und Fragen zu einer möglichen (Teil-)Privatisierung des Strassenverkehrsamtes gestellt, schreibt die Aargauer Zeitung. Er hofft, das für die MFK zuständige Amt würde so effizienter arbeiten und die Rückstände abbauen. Weil beispielsweise einfacher und schneller zusätzliches Personal eingestellt werden könnte. Im Vergleich mit anderen Kantonen hätten privatisierte Strassenverkehrsämter weniger Rückstände als die staatlichen.
Die Antwort
Die Aargauer Regierung ist gegen eine Privatisierung des Strassenverkehrsamtes und will die Kontrolle behalten. Die Organisation habe sich bewährt und die Nachteile würden die Vorteile überwiegen, antwortet die Regierung auf Huwylers Vorstoss. Um den Rückstand abzubauen, will der Regierungsrat die Kapazitäten des Strassenverkehrsamtes ausbauen, durch mehr Personal und Infrastruktur. Zusätzlich soll die Planung verbessert werden und die Zusammenarbeit mit Partnern geprüft werden. Auch eine Prüfung der Gebührenordnung steht zur Diskussion.
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