Werbung
Schulanfang: Darauf sollten Verkehrsteilnehmende achten
Tausende Kinder machen sich in den kommenden Tagen erstmals allein auf den Weg in den Kindergarten oder in die Schule – und stehen damit vor neuen Herausforderungen im Strassenverkehr. Polizei, TCS und BFU appellieren deshalb an Autofahrende, besonders aufmerksam und bremsbereit zu sein.
Jedes Jahr verunfallen gemäss Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU in der Schweiz mehr als 700 Kinder bis 14 Jahre zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem Trottinett. Rund 40 Prozent dieser Unfälle passieren auf dem Schulweg. Mit dem Schulbeginn ab kommender Woche in vielen Kantonen der Schweiz, sind wieder deutlich mehr Kinder unterwegs, die den Verkehr anders wahrnehmen als Erwachsene. Geschwindigkeiten und Distanzen einzuschätzen oder mehrere Gefahren gleichzeitig zu erkennen, fällt ihnen altersbedingt schwer. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten.
Bremsbereit und aufmerksam unterwegs
Die Polizei empfiehlt: Wer mit Kindern im Strassenraum rechnen muss, sollte das Tempo reduzieren und jederzeit bremsbereit sein. Besonders an Fussgängerstreifen gilt: vollständig anhalten und erst weiterfahren, wenn das Kind die Strasse vollständig überquert hat. Auf Handzeichen sollten Autofahrende verzichten, damit sich Kinder ganz auf den übrigen Verkehr konzentrieren können.
Auch Eltern sollten den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern üben und auf gut sichtbare Kleidung achten. Der Merksatz «Warte, luege, lose, laufe» sollte von Anfang an vermittelt werden.
Mit der nationalen Schulwegkampagne «Luege, Brämse, Halte» sensibilisiert auch der Touring Club Schweiz TCS seit 2025 Autofahrende für die Gefahren auf Schulwegen. Im Fokus steht dieses Jahr insbesondere das frühzeitige Bremsen. Die Botschaft dahinter: Wer rechtzeitig abbremst, gewinnt wertvolle Sekunden, um auf unerwartete Situationen reagieren zu können, etwa wenn ein Kind plötzlich zwischen parkierenden Autos auf die Fahrbahn tritt.
Warum Routine am Steuer gefährlich werden kann
Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU warnt vor dem sogenannten «Autopiloten» am Steuer. Viele Menschen fahren ihren Arbeitsweg täglich und bewegen sich dabei oft unbewusst nach festen Mustern. Gerade diese Routine kann dazu führen, dass die Aufmerksamkeit sinkt.
Die BFU empfiehlt deshalb sogenannte «Wenn-dann-Vorsätze», um die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu schärfen:
- Wenn ich Kinder am Strassenrand sehe, dann fahre ich langsamer und bin bremsbereit.
- Wenn ein Kind den Fussgängerstreifen überqueren möchte, dann halte ich vollständig an.
- Wenn ich an einer Schule oder einem Kindergarten vorbeifahre, dann rechne ich jederzeit mit unerwarteten Bewegungen.
- Wenn Kinder mit dem Velo unterwegs sind, dann halte ich besonders viel Abstand.
Werbung




