Skip to main content

Werbung

News •
Auf Wiedersehen A50

Kanton Zürich baut eine Autobahn zurück

Ein vier Kilometer langes Stück Autobahn in Glattfelden verschwindet. Der Kanton Zürich streicht die A50 aus dem Richtplan. Der Kantonsrat hat die Pläne am Montag bewilligt.

Die A50 ist ein wenig bekanntes Stück Autobahn, welches das Örtchen Glattfelden umfährt. Sie ist vier Kilometer lang und reicht vom Weiler Zweidlen im Westen zu einem Kreisel zwischen  Eglisau und Bülach im Westen. Der Kanton Zürich streicht dieses Stück kantonale Autobahn aus dem Richtplan. Das Parlament stimmte den Plänen am Montag zu. Die A50 wird damit von heute vier auf zwei Spuren reduziert und die Geschwindigkeit sinkt von 120 auf 80 km/h.

Zu wenig Verkehr

Die Zürcher Regierung argumentiert damit, dass auf dem Abschnitt nur 14'000 Fahrzeuge pro Tag fahren. Auf anderen zweispurigen Hauptstrassen im Kanton würden doppelt so viele Fahrzeuge pro Tag verkehren. Die SVP wehrte sich im Parlament gegen die Abstufung des Abschnitts. Sie argumentiert gegenüber der NZZ: Aktuell koste der Unterhalt kaum etwas. Weiter werde es schwierig die Strasse später wieder auszubauen, sollten die Kapazitäten in Zukunft doch benötigt werden.

Die Pläne von damals

Das Stück Autobahn wurde in den 1970er Jahren gebaut, um eine Verbindung von Winterthur Töss nach Basel zu schaffen. Doch mit dem Bötzbergtunnel wurde die A3 von Basel nach Zürich mit der A1 verbunden, und die A50 wurde nicht mehr nötig. Unter anderem weil die vier Kilometer bei Glattfelden als einzige fertiggestellt waren und für den weiteren Ausbau das Geld gefehlt hatte.

Heute wird die Verbindung von Schaffhausen nach Zürich durch den Hardwald bei Bülach von zwei auf vier Spuren ausgebaut. Dieser Abschnitt hätte ebenfalls zur nicht realisierten Autobahn von Winterthur nach Basel gehören sollen.

Werbung