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23 Meter ist eine vierspurige Schweizer Autobahn breit
Über Schweizer Autobahnen wird gerne gelästert: «Die sind doch viel zu schmal gebaut». Aber sind sie das wirklich? Der europäische Vergleich zeigt, dass es Unterschiede gibt. Doch diese betreffen nicht die Spurbreite.
Geht es um die einzelnen Fahrspuren, gilt nämlich ein europäischer Standard. Ob in Frankreich, Deutschland, Italien oder der Schweiz, die Spur misst immer zwischen 3,5 und 3,75 Metern. Damit lässt sich die Gesamtbreite einer Schweizer Autobahn berechnen: Vier Spuren à 3,50 Meter, plus zwei Pannenstreifen (ähnlich breit) und ein Mittelstreifen ergeben rund 23 Meter.
Es fehlt an Fläche
Warum wirkt das in der Schweiz aber so viel enger? Die Ursache liegt in der Topografie. Die Schweiz kennt nur wenige weite Flächen. Die hügelige oder sogar alpine Landschaft macht die Autobahnen kurviger und die Strassen wirken durch die Leitplanken beengter. Hinzu kommt, dass in Tunneln oder bei Engpässen manchmal der Pannenstreifen fehlt.
Einen wesentlichen Unterschied gibt es zudem im Baustellenbereich. Hier wird die Breite der linken Überholfahrspuren oft auf 2,50 oder gar 2 Meter reduziert. Für den Verkehr hat das erhebliche Folgen: Fahrzeuge mit grösserer Breite dürfen nicht auf die Überholspur. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Busse. Davon betroffen wäre zum Beispiel auch der BMW X5: Mit Aussenspiegeln ist der Wagen 2,22 Meter breit.
Quelle: Strassen und Verkehr – Zahlen und Fakten, Bundesamt für Strassen ASTRA 2014
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