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Verkehr •
Pneus, Scheiben, Bremsen

Hitzefalle – diese Schäden drohen deinem Auto

Glühender Asphalt, Bruthitze, Stau und Klimaanlage am Anschlag: Die aktuelle Hitzewelle setzt auch Autos hart zu. Reifen, Motor, Batterie und Bremsen geraten unter Druck. Welche Warnzeichen Fahrerinnen und Fahrer ernst nehmen müssen – und was du vorbeugend tun kannst.

Der Parkplatz flimmert, das Lenkrad ist siedend heiss, der Gurtverschluss brennt dir fast an den Fingern. Bei 37 Grad wird schon das Einsteigen ins Fahrzeug zur Mutprobe. Doch die andauernde Hitze macht nicht nur dich schlapp. Sie kann Autos auch massiv belasten – und aus einer normalen Fahrt kann schnell eine Pannensituation entstehen.

Kritisch sind vor allem die Reifen. Der Asphalt kann sich an einem heissen Tag deutlich stärker aufheizen als die Luft. Wer mit zu wenig Luftdruck, abgefahrenem Profil oder voll beladen startet, bringt den Reifen an seine Grenzen. Das Material wird stärker beansprucht, der Reifen kann sich überhitzen und Schaden nehmen. Ein Reifenschaden bei hohem Tempo ist keine Kleinigkeit – und kommt öfters vor, als viele denken.

Deshalb gehört der Reifendruck vor jeder längeren Sommerfahrt auf die Checkliste. Am besten morgens prüfen, wenn die Reifen noch kalt sind. Auch das Reserverad oder das Pannenset sollte nicht vergessen gehen. Wer sein Auto bis unters Dach packt, muss zudem den empfohlenen Luftdruck für volle Beladung beachten.

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Unter der Motorhaube wird es bei Hitze ebenfalls heikel. Stop-and-go, Steigungen, volle Beladung und die Klimaanlage verlangen dem Kühlsystem viel ab. Fehlt Kühlmittel, ist der Kühler verschmutzt oder arbeitet der Lüfter nicht richtig, kann der Motor überhitzen.

Warnzeichen sind eine Temperaturanzeige, die ungewöhnlich hoch steigt, eine rote Warnleuchte oder Dampf aus dem Motorraum. Dann gilt: sicher anhalten, Motor abstellen und abkühlen lassen. Aber Vorsicht: Den Kühlerdeckel bei heissem Motor zu öffnen, ist gefährlich. Heisses Kühlmittel kann unter Druck stehen und zu schweren Verbrühungen führen.

Auch die Klimaanlage muss bei dieser Hitze Höchstleistungen erbringen. Sie ist nicht nur Komfort, sondern hilft auch gegen Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Kommt nur noch lauwarme Luft aus den Düsen, riecht es muffig oder ist der Luftstrom schwach, kann ein Check nötig sein. Oft steckt ein alter Innenraumfilter dahinter, manchmal aber auch ein Problem mit Kältemittel oder Kompressor.

Die Batterie leidet im Versteckten

Viele denken bei einer schwachen Batterie nur an den Winter. Tatsächlich kann aber auch Sommerhitze die Batterie schneller altern lassen. Die hohen Temperaturen beschleunigen chemische Prozesse im Inneren. Der Defekt zeigt sich dann oft erst Monate später: morgens ein Klacken, aber kein Motorstart.

Träge Starts, flackernde Elektrik oder eine Batteriewarnleuchte sollten Fahrerinnen und Fahrer deshalb auch im Sommer ernst nehmen. Vor einer längeren Reise kann sogar ein kurzer Batterietest in der Werkstatt späteren Ärger vermeiden.

Im Innenraum lauert eine weitere Gefahr. Ein abgestelltes Auto heizt sich innert kurzer Zeit massiv auf. Kinder, ältere Menschen und Tiere dürfen deshalb nie im Wagen zurückbleiben – auch nicht für ein schnelles Einkaufen oder einen kurzen Chat. Ebenso wichtig: Genug Wasser mitnehmen, Sonnenblenden nutzen und vor dem Losfahren Lenkrad, Gurtschloss und Kindersitz prüfen. Denn: Vor allem Metallteile und dunkle Oberflächen können bei diesen Temperaturen sehr schnell extrem heiss werden.

Nach der Hitze wird die Strasse rutschig

Was viele nicht wissen: Die Hitze verändert auch die Fahrbahn, und das nicht nur wegen platzendem Beton auf der Autobahn. Der Asphalt kann auch weich werden, Spurrillen können sich verstärken. Besonders heikel wird es, wenn nach einer langen Trockenphase Regen einsetzt. Staub, Ölreste und Gummiabrieb bilden dann einen rutschigen Film auf der Strasse. Tempo runter, Abstand rauf: Das ist die einfachste Regel für die ersten Minuten nach dem Gewitter.

Die gute Nachricht: Viele Hitzeschäden lassen sich vermeiden. Reifendruck, Kühlmittel, Scheibenwaschwasser und Batterie prüfen, genügend trinken, Pausen einplanen und Warnleuchten nicht ignorieren. Denn wenn das Auto bei 35 oder 38 Grad am Limit fährt, braucht es vor allem eines: einen kühlen Kopf am Steuer.

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